Jul 312010
 

Jawoll. Pünktlich zum Ferienbeginn wird der Wetterbericht wieder zum Folterinstrument – war schon zu meiner Schulzeit so. Allerdings war mir damals nicht klar, dass schlechtes Wetter die Eltern genauso (wenn nicht noch mehr) quält, wie den Nachwuchs. Spätestens, wenn man am eigenen Leib erfährt, dass schrilles Kreischen erst sehr, sehr spät in unhörbare hochfrequente Töne übergeht und Säuglinge ameisenähnliche Superkräfte entwickeln können, wenn man sie mehr als drei Millisekunden alleine läßt, entwickelt man durchaus Mitleid für die damals so nervigen eigenen Eltern. Hiermit leiste ich also Abbitte für die vielen Momente, in denen ich laut, streitsüchtig, taktlos oder ignorant war (je nach Entwicklungsstufe) und bedanke mich für die Liebe, Nachsicht und Toleranz, die mir trotzdem entgegengebracht wurde.
Aber einen Trost hat man ja als Eltern: die Kinder werden höchstwahrscheinlich auch einmal Kinder haben und dann am eigenen Leib erfahren, was für eine Herausforderung eine Familie ist. Und irgendwann Abbitte leisten. Ich glaube, ich habe gerade ein Déjà Vu.

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