Dez 312017
 

Was für ein wunderschöner Tag! Die Sonne scheint und es ist richtig warm! Einen besseren Tag hätte ich mir nicht aussuchen können, um wieder mit dem Laufen anzufangen. Die freien Tage, die Erholung, das Ausschlafen und vor allem das für-niemanden-außer-mich-selbst-verantwortlich-sein geben mir so viel Elan und Motivation, dass ich von mir selbst überrascht bin. Auf einmal fühlt sich alles so leicht und einfach an und während ich laufe, erkenne ich, wie ausgepowert und fertig ich tatsächlich vor meinen freien Tagen war und wie dringend mein Körper diese Erholung und das Nichtstun gebraucht hat. Das habe ich zu den stressigen Zeiten gar nicht wahrgenommen und schon gar nicht hinterfragt. Umso mehr wird mir jetzt klar, wie sehr ich mich in meinem Alltag zwangsläufig mangels Alternativen überfordere.

Interessant, vielleicht auch ein wenig beängstigend, wie sehr der Verstand uns von unserer Körperwahrnehmung ablenkt, wenn es die Situation erfordert und wie viel wir diesem Körper zumuten können, bevor er uns das Fehlverhalten übel nimmt. Umso mehr werde ich in Zukunft versuchen, auch die kleinen Zeichen zu erkennen und den Akku rechtzeitig wieder aufzuladen, bevor der Memory-Effekt eintritt.

In diesem Sinne:

Liebe berufstätige Mütter, ich habe eine Botschaft für euch.
Nein, ihr werdet nicht alt und senil. Euer Körper und euer Gehirn ist einfach nur begrenzt belastbar. In dem Moment, wo ihr beides wieder nur für euch selbst und ausschließlich für eure eigenen Verantwortlichkeiten benutzt, ist alles wieder gut. Haltet durch und nehmt euch ein paar Tage Urlaub von der Familie.

Euch allen ein erkenntnisreiches, glückliches und friedvolles neues Jahr 2018.

Dez 302010
 

Wie schnell doch die Zeit vergeht: noch einmal schlafen und es ist wieder Zeit für gute Vorsätze, neue Ziele und die Verabschiedung schlechter Angewohnheiten. Ein bisschen Krach, ein Gläschen Sekt und schon ist man ein anderer Mensch – am 1.1. hört man auf, zu rauchen, startet eine Diät, macht mehr Sport, schiebt seine Arbeit nicht mehr auf und nimmt sich mehr Zeit für seine Kinder.
Kein Wunder, dass die meisten sich diese Vorsätze erst einmal schön saufen müssen und den ersten Januar erinnerungsfrei überstehen können, bis die Selbstdisziplin dem einen oder anderen eine Latte über den Kopf zieht und an seine Versprechungen erinnert.

Aber was ist das denn für ein Start in ein jungfräuliches, unbelastetes Jahr voller potentieller Glücksmomente?
Es ist doch unsinnig, das Leben aus seinem Leben und die Menschlichkeit aus den Menschen verbannen zu wollen.
Also sollte man einfach ab 1.1. nur rauchen, wenn man sich so richtig gut fühlt, weil es in allen anderen Fällen sowieso keinen Spaß macht. Und sich für’s Essen mehr Zeit nehmen und es bewusst und ausgiebig genießen, weil es dann gar nicht ansetzen kann. Außerdem sollte man seiner Haut und seinem Gemüt mehr Sonnenlicht gönnen, dann ist man glücklich, im Freien und bewegt sich, weil es da keine Stühle gibt, automatisch – und das reicht! Die Arbeit schiebt man auch nicht mehr auf, man lässt einfach den überflüssigen Teil komplett weg und hat dann genug Zeit, die wichtigen Dinge gleich und zur eigenen Zufriedenheit zu erledigen. Und die Kinder lässt man an all diesen Tätigkeiten teilhaben, indem sie einen begleiten oder dabei helfen, auch wenn es dann ein bisschen länger dauert – dafür muss man sich keine Hinhalte-Taktiken ausdenken.

Hört sich das nicht wesentlich besser an? Aber vor allem zwingt es einen, an all diesen Dingen Freude zu haben, denn damit erhalten sie ihre Berechtigung und sind nicht mehr per se ein gebrochener Vorsatz.

Und wem das jetzt alles zu esoterisch ist, der kann es halten wie ich: ich werde auch dieses Jahr wieder nicht anfangen, zu rauchen. Und das habe ich noch jedes Jahr geschafft.

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Ich wünsche euch allen einen wunderschönen, angenehmen Übergang in das neue Jahr, das unsere besten Eigenschaften aus uns herausholen und uns allen beweisen wird, dass wir unglaublich tolle, liebenswerte Menschen sind.
Vielen Dank für euer Interesse!

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