Dez 312017
 

Was für ein wunderschöner Tag! Die Sonne scheint und es ist richtig warm! Einen besseren Tag hätte ich mir nicht aussuchen können, um wieder mit dem Laufen anzufangen. Die freien Tage, die Erholung, das Ausschlafen und vor allem das für-niemanden-außer-mich-selbst-verantwortlich-sein geben mir so viel Elan und Motivation, dass ich von mir selbst überrascht bin. Auf einmal fühlt sich alles so leicht und einfach an und während ich laufe, erkenne ich, wie ausgepowert und fertig ich tatsächlich vor meinen freien Tagen war und wie dringend mein Körper diese Erholung und das Nichtstun gebraucht hat. Das habe ich zu den stressigen Zeiten gar nicht wahrgenommen und schon gar nicht hinterfragt. Umso mehr wird mir jetzt klar, wie sehr ich mich in meinem Alltag zwangsläufig mangels Alternativen überfordere.

Interessant, vielleicht auch ein wenig beängstigend, wie sehr der Verstand uns von unserer Körperwahrnehmung ablenkt, wenn es die Situation erfordert und wie viel wir diesem Körper zumuten können, bevor er uns das Fehlverhalten übel nimmt. Umso mehr werde ich in Zukunft versuchen, auch die kleinen Zeichen zu erkennen und den Akku rechtzeitig wieder aufzuladen, bevor der Memory-Effekt eintritt.

In diesem Sinne:

Liebe berufstätige Mütter, ich habe eine Botschaft für euch.
Nein, ihr werdet nicht alt und senil. Euer Körper und euer Gehirn ist einfach nur begrenzt belastbar. In dem Moment, wo ihr beides wieder nur für euch selbst und ausschließlich für eure eigenen Verantwortlichkeiten benutzt, ist alles wieder gut. Haltet durch und nehmt euch ein paar Tage Urlaub von der Familie.

Euch allen ein erkenntnisreiches, glückliches und friedvolles neues Jahr 2018.

Jan 062011
 

2010 ist vorbei, Silvester ebenfalls Geschichte und meine Fotos leider nicht geglückt – deswegen wollte ich eigentlich gar nicht mehr auf unsere Jahreswechsel-Party eingehen.

Aber ich mache es doch.
Weil unsere Silvesterabende etwas Besonderes sind, alleine schon aufgrund der Tatsache, dass ein Fondue, eine Feuerzangenbowle, das „Dinner for one“ und endloses Gelächter fester Programmbestandteil sind. Aber auch, weil mein Kamikaze-Papa jetzt Kamikaze-Opa ist und nichts von seinem damals schon unglaublichen Wagemut verloren hat.

Wir hatten schon blubbernde, geysirähnliche Öltöpfe, Spiritusbrenner-Verpuffungen und Brennpaste-Eruptionen. Aber auch die Feuerzangenbowle bietet ein paar Ansatzpunkte für den eingefleischten Hobby-Pyromanen:
Wenn die Tochter kurz moniert, dass die Fotos nicht gut sind, kommt Colt Seavers-Papa und fragt: „Soll ich nochmal Rum draufgießen?“, während der Alkohol bereits auf den Zuckerhut gluckert. Tochter versucht den Schreck abschüttelnd, ein Foto zu schießen, dass natürlich auch nichts wird – aber doch zumindest dokumentativ eingesetzt werden kann: so also sah unsere Feuerzangenbowle aus.

Und das Unglaublichste daran ist, dass keiner aufspringt, schreit oder den Feuerlöscher holt – schließlich hat Colt Seavers schon seit Jahrzehnten immer alles im Griff.

Jan 012011
 

2011Man nehme:

  • 1 Silvester
  • 5 Kinder zwischen 3 und 12 Jahren
  • 5 Knicklichter in verschiedenen Farben
  • 1 dunklen Keller
  • 1 Kamera

und nutze den den Kindern eigenen Enthusiasmus für einen äußerst attraktiven Neujahrswunsch. Mit Feuereifer waren sie dabei, die kleinen Lichtmaler – im wahrsten Sinn des Wortes. Und weil es so schön war (ist), gleich noch etwas, dass ich allen für das neue Jahr in Hülle und Fülle wünsche (damit Depressionen und schlechte Laune erst gar nicht aufkommen):

Licht

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