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Ruhe » Designerhaase
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Aug 062011
 

Gerade eben habe ich Hüpfer’s Kumpels vor der Haustür besucht und mir eine Zeit lang unsere Garageneinfahrt mit einer Kröte geteilt, um ihnen zu lauschen. Und auch ein bisschen zu filmen, so nebenbei. Wer dieses „Erlebnis“ gerne teilen möchte, kann auf „Play“ drücken – aber Vorsicht: völlig action-frei!
Und wer glaubt, die Kröte wäre schon tot, muss sich das ganze Video ansehen. ;-)

Jul 282011
 

Frust-Anfang

Es ist so weit – ich habe die Schnauze gestrichen voll und keinen Bock mehr, es weiterhin für mich zu behalten.
Eigentlich sollte der Blog ja frei von Themen dieser Arte bleiben, aber das ist de facto nicht möglich, weil er im Moment mein einziges Kommunikationsmittel ist. Und das ist gleich auch noch einer meiner Frustgründe. Aber fangen wir von vorne an:

Ich bin jetzt seit 13 Jahren selbständig tätig, die letzten 6 davon als Inhaber meiner eigenen Firma. Die Arbeit macht mir nach wie vor Spaß, deswegen werde ich sie nicht aufgeben, auch wenn ich allen Neuerungen und Entwicklungen stets mit raushängender Zunge hinterherhechle – weil ich seit 10 Jahren auch Mutter bin. Und seit 4 Jahren Zweifach-Mutter. Und seit 1,5 Jahren Dreifach-Mutter. Wofür ich mich ja auch entschieden habe. Aber es gibt Tage (oder Wochen oder Monate), an denen ich am liebsten in ein Paralleluniversum auswandern würde, eines, wo Tage 48 Stunden haben und Kinder 36 davon schlafen. Wo die Zeit angehalten wird, wenn man sich durch 23 Foren beissen muss, um endlich eine Lösung für irgendein Sch***-Problem zu finden. In dem Wände schokoladen- und matschabweisend sind und jedes Lebewesen einen Mute-Knopf besitzt. In dem sich auf Zuruf Geräte einschalten, Häuser und Wäsche sich selbst reinigen, Junkfood gesund ist und Selbständige ein festes Monatsgehalt von Gott bekommen.

Ich weiss nicht, warum gerade heute das Fass überläuft – vielleicht weil der Kleine seine Matschsemmel auf drei verschiedenen Wänden verteilt hat, während ich nach der Lösung eines Webseiten-Darstellungsfehlers suchte. Oder weil die Mittlere nach einem Tobsuchtsanfall eine Plastikperle aus der Toilette fischte und zu den anderen warf, während ich ihren Bruder wickelte. Oder weil ich mit meiner schmutzigen Wäsche keinen Schritt weiterkam, dafür aber eine Packung Deko-Styroporkügelchen auf das ganze Wohnzimmer verteilt herumlag. Und da war es erst 11 Uhr.

Ich habe so gut wie keine Zeit für soziale Kontakte, lese kaum Bücher, male keine Bilder mehr, kann weder Joggen noch Reiten gehen. Jeder Ausflug ist ein Härtetest für meine Aufmerksamkeit, Besuch sollte möglichst ein Megaphon dabeihaben und Telefonate sind eigentlich erst nach 20 Uhr möglich. Natürlich könnte ich mir die Zeit für meine Bedürfnisse einfach nehmen. Aber dann wird aus den aufgeschobenen Pflichten innerhalb kürzester Zeit ein Tsunami – also kämpfe ich lieber täglich gegen ein bisschen Hochwasser, obwohl das auf Dauer einen ähnlichen Effekt hat.

Mein Blog ist im Moment der einzige Ort, an dem ich überhaupt zur Ruhe finde und meine Aufmerksamkeit auf mich selbst richten kann. Meine Probleme werden dadurch zwar nicht weniger, aber ich habe wenigstens das Gefühl, ein bisschen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Oder eher, nicht völlig weg vom Schuss zu sein.

Frust-Ende

So, das musste einfach mal geschrieben werden, meinen Zwergen kann ich es schlecht erzählen und mein Mann ist gerade auch nicht verfügbar – und heute war ein echt harter Tag.
Erfreulicherweise ist ein Ende der entbehrungsreichen Zeiten abzusehen, die Zwerge werden größer und weniger anstrengend und irgendwann gibt es auch wieder freie Vormittage.
Meine Devise lautet also ab jetzt: Durchhalten.
Und sollte sich irgendjemand genötigt fühlen, mir Trost zu spenden – ich nehme ihn gerne entgegen.

Dez 132010
 

Es ist dunkel und still. Kein Lüftchen regt sich. Es ist bitterkalt. Die Straßen sind menschenleer und verschneit. Lautlos fallen die Schneeflocken vom Himmel und nur ein leises Rauschen aus der Ferne zeugt davon, dass die Welt sich noch dreht. Es ist wieder dieser Moment zwischen Nacht und Tag, der die Zeit stillstehen lässt, weil die Natur kurz die Luft anhält – um gleich darauf tief einzuatmen, wenn die Sonne am Himmel erscheint und alles Schwere mit sich nach oben zieht. Die Leichtigkeit des Tages durchflutet jeden Raum, spült Gedanken weg und bringt Geschäftigkeit. Die Stadt erwacht zum Ameisenhaufen, die Menschen werden zu schnatternden Gänsen, die sich in Scharen durch Straßen, Schulen und Geschäfte drängen, Glucken, die sich um Nachwuchs und Ernährung kümmern, Wölfen und Schafen, die in Büros ihre Existenz formen. Aktivität und Bewegung füllen den Raum, der vorher frei und leer war.
Erst spät am Tag, wenn die Sonne wieder untergeht und die Nacht ihren Mantel der Stille niedersinken lässt, zügeln die Menschen ihre Schritte und kommen langsam wieder zur Ruhe. Alles tierische fällt von ihnen ab und die tagsüber hinterherhechelnden Gedanken können endlich aufschließen, um den ihnen zustehenden Platz wieder einzufordern.
Im Sommer, wenn die Tage lang und die Anziehung der Sonne stark ist, schlafen wir dann bereits. Aber in der Zeit der langen Nächte können wir nicht fliehen – wir müssen die Gedanken denken. Manch einer nennt das dann Winterdepression.

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