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Jun 032012
 

Hallo Du!

Das erste Lob dieses Artikels geht an Dich – weil Du immer noch nicht aufgehört hast, daran zu glauben, dass es hier auch mal wieder etwas Neues zu lesen gibt!

Und dann gehe ich gleich über zum nächsten Lob, das ich dem Team der Gesichtschirurgie an der Uniklinik Regensburg widme:
Hier haben zwei Ärztinnen für meine Tochter Überstunden gemacht und mit Engelsgeduld ihre gerissene Lippe geflickt, obwohl sie alles Andere als kooperativ war.

Das dritte Lob geht an den Paketdienstfahrer, der mich in unserer Straße (auf dem Weg zum Kindergarten) angehalten hat, weil er anhand meines Kennzeichens vermutete, dass ich der Empfänger seines Paketes bin – starke Aktion!

Als nächstes ist meine Schwester an der Reihe, weil sie sich im Erlebnisbad erfolgreich um sieben Tollwütige Teenager und zeitweise auch noch um meine Fünfjährige gekümmert hat, weil Sohnemann partout ausschließlich von mir betreut werden wollte.

Das letzte Lob des heutigen Tages gilt schließlich meinem Mann, weil er sich heuer so richtig in die Gartengestaltung kniet und es inzwischen überall viel schöner aussieht. Ich freue mich schon auf unsere erste selbstgezogene Paprika!

 

 

Apr 242012
 

Es gibt Tage, da trifft einen die Erkenntnis wie ein Vorschlaghammer. So ging es mir am Freitag, als mir bewusst wurde, dass ich große Teile meines Lebens mit Warten verbringe:

Ich stehe morgens auf, wecke die Älteste und gehe in die Dusche. Ich drehe das Wasser auf und warte, bis es warm wird. Nach dem Duschen richte ich das Frühstück her und warte, ob die Große von selbst kommt oder ich wieder Gas geben muss. Wenn sie dann in letzter Sekunde aus dem Haus läuft, warte ich erst einmal, ob ich sie zur nächsten Haltestelle fahren muss. Dann schalte ich den Computer ein und warte, bis er hochfährt, um die wichtigsten Dinge zu erledigen. Danach wecke ich die beiden Kleinen und während Sohnemann eine frische Windel bekommt, warte ich, ob seine Schwester von selbst aus den Federn kriecht oder nicht. Die beiden bekommen ebenfalls Frühstück und ich warte, bis sie endlich fertig sind, um in den Kindergarten zu fahren. Wenn die Mittlere in ihrer Gruppe ist, warte ich erst einmal, wann der Kleine sich endlich wieder von der Murmelbahn losreissen kann. Wieder zu Hause sehe ich, dass noch keine neuen Mails da sind, obwohl ich dringend auf eine Druckfreigabe warte. Also kümmere ich mich erst einmal um die Wäsche und warte, bis das Bügeleisen heiß ist und schalte die Waschmaschine ein. Während des Bügelns muss ich ans Telefon, wo ich warte, bis mein Gesprächspartner nach endlosem Blabla endlich die relevanten Informationen liefert: ich muss schnellstmöglich eine Anzeige gestalten. Also ran an den PC und gebastelt und eine Stunde später warte ich immer noch auf das benötigte Bild. Da es schon auf zwölf zugeht, sehe ich noch schnell nach der Waschmaschine und warte die letzten Minuten ab, um alles in den Trockner zu stecken. Dann warte ich, bis sich mein Sohn endlich von seinem Spielzeug losreißen kann, um die Mittlere abzuholen. Im Kindergarten angekommen warte ich erst einmal, bis sie ihr Bild zu Ende gemalt hat und dann, bis sie die Schuhe anhat und dann, bis der Kleine die Murmelbahn auslässt. Danach karre ich alle nach Hause und stelle das Wasser für die Nudeln auf den Herd. Ich warte, bis es kocht, werfe die Nudeln rein und wärme die zum Glück gestern vorgekochte Tomatensauce auf. Dann decke ich den Tisch und warte, bis die Große nach Hause kommt. Während des Essens warte ich vergeblich auf die Erkenntnis, dass Tischmanieren kein überflüssiger Quatsch sind. Dann warte ich, bis auch die Kleinen endlich ihre Teller geleert haben und gehe zum Abspülen. Ich bitte die Große abzutrocknen, die natürlich dringend auf die Toilette muss, mache es nach einiger Warterei aber doch selber. Danach könnte ich mich um den nächsten Wäscheberg kümmern, allerdings ist das Bild jetzt da und die Druckfreigabe auch. Also werden erst noch die Anzeige und die Druckdaten verschickt, bevor ich vom Jüngsten so traktiert werde, dass ich mit ihm zum Spielen gehe, er wartet nämlich nie. Dann warte ich, bis er so weit ist, wieder alleine zu spielen, weil die Große Hilfe bei den Hausaufgaben braucht, sie wartet nämlich auch nur selten. Zwischenzeitlich kommt mein Mann nach Hause und ich warte, bis er den Vier-Uhr-Dreißig-Ritual-Kaffee gemacht hat, um mich mit ihm wenigstens eine Tasse lang zu unterhalten. Erschrocken stelle ich danach fest, dass es bereits Zeit ist, die Mittlere für ihr Karate-Training anzuziehen. Ich schicke sie ihren Anzug holen und warte, ob sie zwischendurch irgendwo hängenbleibt oder den direkten Weg nimmt. Dann fahre ich zum Training und warte, bis es vorbei ist, um sie wieder nach Hause zu fahren. Endlich wieder zurück versuche ich, den Wäscheberg zu dezimieren und warte erneut auf die Bügeleisenhitze. Ich schaffe den Teil vom Vortag, während mein Mann im Garten werkelt, dann braucht er meine Hilfe. Ich halte die Wasserwaage und warte, bis er alles eingerichtet hat. Ein Blick auf die Uhr sagt, dass es jetzt Zeit ist, die Große ins Training zu fahren. Ich schicke sie zum Umziehen, warte, bis sie kommt und dann fahre ich sie nach unten. Schnell wieder nach Hause geflitzt, jetzt wird Essen gekocht. Ich warte, bis die Kartoffeln so weit sind, dass ich das Fleisch in die Pfanne werfen kann. Dann fährt mein Mann die Große abholen, während ich die hungrigen Kleinen hinhalte, weil ich auf das Eintreffen der restlichen Familie warte. Bis diese da ist, sind die Kleinen im Spielzimmer verschwunden. Ich rufe sie und warte, bis sie zum Essen kommen. Inzwischen ist mein Mann verschollen und wir warten, bis auch er wieder auftaucht. Dann wird gegessen und wiederum gewartet, bis alle fertig sind, um wieder sauber zu machen. Danach dürfen sie noch Fernsehen und ich warte, bis der Film aus ist, um ihnen die Schlafanzüge anzuziehen. Wenn sie dann endlich alle in ihren Zimmern sind, was gerade am Freitag einige Wartezeit beansprucht, gehe ich nach unten, ignoriere den restlichen Wäscheberg, steige ungerührt über die Spielzeughaufen und setzte mich aufs Sofa. Ich muss nicht lange warten, bis mein Mann einschläft und warte vergebens auf ein sehenswertes Programm. Und plötzlich durchzuckt es mich wie ein Blitz: ich bin allein.
Wie schön.
Dann wartet jetzt endlich jemand anderes auf mich: mein Strickzeug.

Apr 072012
 

Gestern auf dem Heimweg von den Großeltern sehen wir ein paar Rehe auf einer Wiese. Daraufhin fand folgendes Gespräch statt:

Die Große: „Letztes Mal beim Heimfahren habe ich vier Hasen gesehen!“
Papa: „Stell Dir vor, ich sehe jeden Tag vier Haasen.“
Die Große: „Haha, ich meine die Hasen, die man mit EINEM ‚a‘ schreibt.“
Die Kleine: „Aber Mama, Arsch darf man doch nicht sagen!“

***

Kleiner Tipp: Wer auf Anhieb nicht versteht, was das soll, möge sich das Gespräch laut und nicht zu langsam vorlesen lassen.

 

Mrz 132012
 

… mit den 148 Mails bin ich leider noch nicht ganz durch…

Damit hier aber wenigstens mal wieder ein aktueller Post steht, möchte ich euch kurz an meinem Kindermund-Highlight der vergangenen Woche teilhaben lassen.
Am Samstag bekamen wir Besuch von einem älteren Herrn mit Schnauzbart, von dem mir unsere Mittlere folgendermaßen berichtete:

„Mama, weißt Du, wer da geklingelt hat? Ein Mann mit einer weißen Schnauze!“

Feb 142012
 

Essen für fünf Personen kochen ist immer wieder eine Herausforderung, weil jeder irgendetwas anderes nicht mag. Besonders gespalten sind unsere Lager, wenn es Grießbrei gibt, den die beiden Kleinen und mein Mann lieben, während die Große am liebsten Reißaus nähme. Gestern war wieder einmal Grießbrei-Zeit und die Mittlere fragte, ob es morgen auch wieder dasselbe gäbe. Mein Mann erklärte, jetzt wäre erst einmal wieder Pause, weil ihre Schwester sonst auszieht und ich ihn ja auch nicht so gerne mag. Ich lenkte ein und meinte, mittags wäre er voll O.K., aber abends bevorzuge ich eben eher Pikantes.

Als wir dann beim Abendessen saßen, beobachtete mich die Mittlere eine Zeit lang und meinte plötzlich:
„Du Mama, ich weiß fei, warum es jetzt keinen Grießbrei gibt.“
Ich sah ihr abwartend ins Gesicht, während sie mich angrinste.
„Weil – der schmeckt dir nicht, wenn es dunkel ist.“

So kann man es auch sehen.

 

Feb 092012
 

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(Endlich) ein paar Worte zu meiner Ausbildung zur medialen Beraterin in der Schweiz

Ausblick vom Seminarhotel in Gais

So, es ist jetzt wirklich endlich an der Zeit, dass meine neue und doch schon so vertraute Ausbildung auch in mein Blog Einzug hält, trotz der Schwierigkeiten, diese verständlich zu erklären. Bisher konnte ich ja nicht einmal genau sagen, warum mich meine Tätigkeit als Grafikerin nicht so erfüllt, dass ich nicht ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten wäre. Aber heute hatte ich eine Eingebung, die mir selbst zu mehr Klarheit verholfen hat.

Vor inzwischen fast 14 Jahren, noch während meines Grafik-Design-Studiums, habe ich zusammen mit einem Unternehmensberater eine Gesellschaft gegründet, um jungen Unternehmen und Existenzgründern die Möglichkeit zu bieten, mit einem abgestimmten Gesamtkonzept ins Arbeitsleben zu starten. Aus dieser Intention heraus musste ich mich natürlich auch mit den wirtschaftlichen Aspekten der Unternehmer auseinandersetzen und habe dabei sehr viel über Gesetze, Banken und Geschäftsstrukturen gelernt, leider aber irgendwann erkennen müssen, dass ich mich selbst auf diese Weise nicht weiterentwickeln konnte – dafür waren die Spielräume einfach zu begrenzt und das Interesse an der Vermarktung für die Kunden noch zu zweitrangig. Unendlich viele verworfene Ideen und verschenkte Möglichkeiten zehrten so an meinem Enthusiasmus, dass ich nichts Ordentliches mehr auf die Füße brachte und aus der Gesellschaft ausstieg.

7 Jahre, eine Hochzeit, ein Kind, einen Hausbau und drei Umzüge später habe ich mich dann am neuen Wohnort zu einer eigenen Selbständigkeit „nur“ als Grafikerin entschlossen. Jetzt konnte ich mich mit anderem Klientel etwas mehr austoben, versuchte, kreativer und freier zu arbeiten, aber das große Arbeitsglück wollte sich trotzdem nicht einstellen. Ich musste wiederum feststellen, dass es Fälle gibt, in denen ich nichts bewegen konnte, weil auch die beste Werbung versagt, wenn der Unternehmer am Sinn seines oder meines Berufs zweifelt. Neben all den äußeren, materiellen Faktoren, die ich bisher schon kenengelernt hatte, gab es eben auch noch den der inneren Überzeugung, der mir zugegebenermaßen häufig ein Rätsel war. Ich habe angefangen, mich damit auseinanderzusetzen und auf diese Weise zu meinem Glauben gefunden, weil ich feststellte, dass Atheismus auch nur eine Form des Glaubens ist, nur dass Gott dort Nichts heißt und dessen Existenz genauso wenig beweisbar ist wie die aller anderen Götter – aber das nur am Rande.

Weitere 7 Jahre, eine Zusammenarbeit mit einer Agentur und noch zwei Kinder später verstehe ich langsam, was mir bisher bei meiner Arbeit gefehlt hat. Mehr oder weniger zufällig fand ich über das Familienstellen den Einstieg in das Verständnis für die nicht immer logisch nachvollziehbaren individuellen Sichtweisen und Lebensstrategien einzelner Personen. Ich habe erfahren, dass kaum eine Entscheidung aus dem freien Willen heraus getroffen wird, sondern unzählige verschiedenste Faktoren den unternehmerischen und persönlichen Erfolg beeinflussen und dass Charakter oder Erziehung dabei noch eine eher untergeordnete Rolle spielen. Besonders heikel ist dabei die Tatsache, dass die wenigsten Menschen sich dieser Muster bewusst sind und noch weniger durchschauen, dass sie damit ihrem eigenen Erfolg im Weg stehen.

Jetzt lerne ich also, die Informationsquellen anzuzapfen, die mir all das mitteilen können, was über meine eigene Logik oder psychologische Ansätze hinausgeht und habe endlich das Gefühl, den Menschen, der mir gegenüber sitzt wirklich und wahrhaftig verstehen zu können – wenn er dazu bereit ist.
Interessant finde ich dabei noch, dass ich vieles von dem, was ich jetzt lerne, schon früher angewandt habe – damals nannte ich es Menschenkenntnis oder Einfühlungsvermögen und nutzte es, um zu erahnen, welches Ergebnis die Ansichten meines Kunden widerspiegelt (was nicht unbedingt zielführend sein muss, wie ich immer mehr erkenne). Jetzt weiß ich, es ist die uralte menschliche Fähigkeit, energetische Informationen wahrzunehmen und zu deuten, für deren Anwendung Menschen im Mittelalter verbrannt wurden und die heute unter dem Namen Quantenphysik erforscht wird. So richtig geheuer ist dieses uns allen gegebene Talent den meisten nach wie vor nicht, weil die Antworten und Effekte, die man bei feinstofflichen Arbeiten erhält, oft nicht mit dem Verstand fassbar sind, sondern nur emotional. Diesen Gefühlen dann zu vertrauen, ist nicht unbedingt eine der leichtesten Übungen, aber auch nicht selten der Schlüssel zum Erfolg.

Und damit bin ich bei meiner Eingebung angekommen, die euch den ganzen Text beschert hat: der Frage nach meinem eigenen Vertrauen in die Möglichkeiten, die diese Fähigkeiten bieten. Warum schaffte ich es bisher nicht, hier klar Stellung zu beziehen zu dem Thema, dem ich gerade eine dreijährige Ausbildung widme?
Die Antwort schien mir gar nicht so schwer: weil ich Angst hatte, als Esoteriktante abgestempelt zu werden, meine Glaubwürdigkeit zu verlieren oder den Eindruck zu erwecken, einer Sekte anzugehören. Aber wenn ich mir das so ansehe, trifft das genauso zu, wenn ich mein Horoskop lese, Fotomontagen für eine Broschüre erstelle und weiterhin der katholischen Kirche angehöre. Der Punkt ist wohl eher, dass ich mir dessen bewusst bin, dass ich mich hiermit von meiner bisherigen Art zu arbeiten verabschiede und damit auch von vielen alten Gewohnheiten. Und dass ich in Zukunft mit völlig anderen Menschen zusammenarbeiten werde.

Eine Zeit lang hatte ich Bedenken, dass ich diese Umstellung meistere. Jetzt sehe ich, dass es einfacher ist, als ich dachte. Und es macht mir mehr und mehr Freude, meine medialen Fähigkeiten zu nutzen, um mich mit der Energie anderer zu verbinden und Menschen dabei zu helfen, sich selbst, ihre Beweggründe und ihre Ziele zu erkennen. Und da ich schon immer sehr experimentierfreudig bin, entdecke ich ständig neue Möglichkeiten der Anwendung.

Nur gut, dass heute keiner mehr Hexen verbrennt.

Jan 062012
 

Unsere Vierjährige führte uns heute am Mittagstisch auf ihre Hand deutend vor, dass sie alle Bezeichnungen ihrer Finger kennt:

„Der kleine Finger, der Ringfinger, der Mittelfinger, der Fingerzeiger…“

Und irgendwie ist das doch genauso wahr, oder?

 

Jan 012012
 

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