Aug 172012
 

Wer mein Blog schon einige Zeit verfolgt, weiß, dass ich als Grafikerin selbständig bin, drei Kinder habe, ein Haus und einen Garten in Schuss halte, eine Ausbildung zur medialen Beraterin absolvieren wollte (aber inzwischen abgebrochen habe) und nebenbei noch irgendwie versuche, trotz Zeitnot auch meine diversen Freizeitbeschäftigungen unterzubringen.
Voller Elan habe ich irgendwann Ende letzten Jahres beschlossen, meine handwerklichen Künste als Werk der Woche zu präsentieren, meine zahlreichen jungfräulichen Bücher dank 52 Bücher endlich auch mal zu lesen, bei zwölf2012 wieder regelmäßig meine Kamera zur Hand zu nehmen und nich lang zu schnacken und auch wieder den Pinsel zu schwingen.
Außerdem sollte 2012 im Schnitt jeden 2. Tag ein Eintrag gepostet werden, was bei erfolgreicher Erledigung aller Projekte schon von selbst funktionieren würde und wieder mehr Bildmaterial einen Platz in den Artikeln finden.

Vielleicht fragt sich jetzt schon der eine oder andere (oder alle), wie man auf die bescheuerte Idee kommt, sich unter den gegebenen Umständen so unter Druck zu setzen. Die Antwort ist wider Erwarten ganz einfach: weil ich sonst alles, was mir Spaß macht endlos aufschiebe, um alles, was getan werden muss vorher zu erledigen. Dummerweise ist dieser genial durchdachte Spaßzwang völlig in die Hose gegangen (welch Überraschung), weil man unter Druck eben auch an schönen Dingen nur schwer Gefallen finden kann.

Kap-Margerite

Also muss eine andere Lösung her, um endlich wieder so etwas wie einen Ruhepuls zu erreichen und Dinge nicht mehr nur im Vorbeilaufen erledigen zu können. Irgendetwas Unangenehmes muss weichen, um etwas Angenehmen Raum zu geben, eine nicht zwingend erforderliche Pflicht für ein bisschen wünschenswerte Kür fallen. Und während alle anderen um mich herum alles tun, um sich endlich ein eigenständiges Arbeitsleben aufzubauen, verabschiede ich mich mit einem Rundumgrinsen von 14 Jahren selbständiger Tätigkeit als (Mädchen-für-alles-)Grafikerin. Und das Schönste an diesem Schritt ist, dass ich deswegen nicht völlig auf das Arbeiten verzichten muss, sondern mich ziemlich elegant von der Art von Aufträgen, die im Endergebnis mit viel Glück einen Putzfrauen-Stundenlohn (sorry for the political incorrectness) abgeworfen haben, befreien kann. In der Folge arbeite ich jetzt zwar spezialisierter und nicht mehr als Allrounder, aber wenn ich ehrlich bin, war ich, was Printmedien angeht, sowieso nicht mehr umfassend auf dem Laufenden.

Spannend wird jetzt noch die endgültige Umsetzung – werden meine häuslichen Pflichten die neu gewonnene Zeit einfach schamlos auffressen oder ergibt sich tatsächlich schon etwas Freizeit für meine oben vordefinierten Aktivitäten?
Tatsächlich hat sich schon etwas bewegt – allerdings etwas ganz anderes. Ich stricke nämlich wieder.
Und der Rest kommt irgendwann.
Ungeplant.
Wenn ich Lust dazu habe.

Ha.

 

Mai 272011
 

Jawoll, es ist vollbracht!
Der Designerhaase feiert seinen ersten Geburtstag!

Und wie immer steht er unter Zeitdruck und kann daher weder ein Bildchen noch irgendeine andere Besonderheit bieten, sondern einfach nur ein kurzes Resumee der vergangenen 12 Monate präsentieren.

Ursprünglich hatte ich ja den Blog ins Leben gerufen, um meine überschwängliche Freude über die – Dank Au-Pair – neu gewonnene Zeit zum Ausdruck zu bringen. Das ging dann wohl gründlich in die Hose, wie man weiß. Aber den Blog einfach wieder stillegen, das brachte ich auch nicht über’s Herz.
Also knapste ich hier und dort ein paar Minuten meiner Zeit ab, um den einen oder anderen Gedanken zu verewigen und zeitweise konnte ich gar nicht mehr aufhören, in die Tasten zu tippen. Als dann zum Spaß des Schreibens an sich auch noch die ersten Kommentare stießen, war ich endgültig aus dem Häuschen.

Später wurde dann auch meine Fotografie-Freude wieder von den Toten erweckt und ich beteiligte mich an ein paar Projekten, dabei stellte ich fest, dass meine Ausrüstung völlig veraltet und mein Terminkalender immer noch einfach zu voll ist.

Inzwischen weiß ich aber auch, dass so ein Blog kein Selbstläufer ist und der Designerhaase sicher nie zu den „Erfolgreichen“ seiner Gattung gehören wird, weil ich dafür zu wenig Aufwand betreibe – ich muss in meinem Beruf schon so viel Akquisition betreiben, dass ich privat gerne darauf verzichte.

Was ich im vergangenen Jahr NICHT geschafft habe, ist, ein zentrales Thema zu finden. Ich möchte mich nicht gerne einengen oder festlegen, lieber alle Optionen offenhalten und in jede Richtung flexibel bleiben (böse Zungen behaupten, dass sei eine meiner Schwächen). Aber ich befinde mich gerade im Wandel und werde bald eine klare Linie verfolgen, dass wird sich auch in meinem Blog widerspiegeln. Bis dahin gibt es hier noch ein bisschen kunterbuntes Gewurstel.
Weil es Spaß macht.

An dieser Stelle möchte ich schließlich noch allen meinen Lesern ein dickes Dankeschön aussprechen. Ihr seid toll!
Gute Nacht!

Apr 122011
 

Seit einiger Zeit können sich völlig gelangweilte, unterforderte Menschen im Internet Probleme kaufen, ist ja kaum zu glauben. Und es gibt tatsächlich Publikum, das sich für diesen Sch sich meinem Verständnis entziehenden Hype begeistert und gutes Geld in solche Aufgaben wie „Besorgen Sie sich 100 Ziegelsteine, errichten Sie auf offener Straße eine Mauer, bringen Sie ein Graffiti an und zerstören Sie ihr Werk dann mit einem Vorschlaghammer“ investieren.*

Sagt mal, geht’s noch?

Also Leute, wenn ihr wirklich so viel überflüssige Zeit habt, dass ihr sie mit sinnfreien, kostenpflichtigen Anweisungen eines Unbekannten totschlagen müsst, dann hätte ich hier ein paar absolut kostenfreie, nicht minder hirnlose Anregungen für euch:

  • Finden Sie heraus, wieviele Nudelpampe-verklebte Strumpfhosen man täglich maximal ertragen kann.
  • Kauen Sie so lange auf einem Stück Brot, bis man es mühelos in das Gewebe einer Tischdecke einarbeiten kann.
  • Finden Sie heraus, ab wie vielen Schnupfennasen man für einen adäquaten Taschentuch-Vorrat anbauen muss.
  • Niesen Sie so oft, bis erste Schäden an einem beliebigen Organ nachweisbar sind.
  • Finden Sie heraus, wie oft ein Computer abstürzen muss, bevor man endlich die vermaledeite Grafikkarte austauscht.
  • Stecken Sie so viele Spielfiguren wie möglich hinter die Griffklappe eines Geschirrspülers und holen Sie sie danach auch wieder raus.
  • Finden Sie heraus, wie voll eine Windel maximal sein darf, um gerade noch nicht auszulaufen.
  • Schreiben Sie so viele Hass-Mails an einen Softwareentwickler, dass auf dessen Webseite freiwillig auf einen Bug in der alten Version hingewiesen wird.
  • Finden Sie heraus, ab welchem Geisteszustand man psychologische Unterstützung in Anspruch nehmen sollte.
  • Verteilen Sie Ihr Mittagessen so großflächig auf Ihrem Körper, dass Sie noch den ganzen Tag Reste davon verstreuen können.
  • Finden Sie heraus, wie oft man vergeblich versuchen muss, sich an gute Einfälle zu erinnern, bevor man sie endlich gleich aufschreibt.
  • Schreien Sie eine halbe Stunde lang in einer hochfrequenten Tonlage ohne hörbare Beeinträchtigungen der Stimmbänder zu erleiden.

Na, was dabei?
Ich weiß, euch geht es um das Erfolgserlebnis, das positive Gefühl, eine Aufgabe bewältigt zu haben.
Aber kann man dann nicht ein Bild malen, ein paar Kilometer joggen oder ein Vogelhäuschen basteln? Einfach in irgendeiner Form Eigeninitiative aufbringen?
Damit kommt man zwar nicht in die Hall of fame und es ist auch nicht ganz so cool, aber glaubt mir, es befriedigt wesentlich mehr, wenn man sich das zu lösende Problem vorher auch noch einfallen lässt…

 

*Habe ich irgendwo im Fernsehen gesehen – sorry, genauer kann ich die Quelle nicht angeben.

Dez 302010
 

Wie schnell doch die Zeit vergeht: noch einmal schlafen und es ist wieder Zeit für gute Vorsätze, neue Ziele und die Verabschiedung schlechter Angewohnheiten. Ein bisschen Krach, ein Gläschen Sekt und schon ist man ein anderer Mensch – am 1.1. hört man auf, zu rauchen, startet eine Diät, macht mehr Sport, schiebt seine Arbeit nicht mehr auf und nimmt sich mehr Zeit für seine Kinder.
Kein Wunder, dass die meisten sich diese Vorsätze erst einmal schön saufen müssen und den ersten Januar erinnerungsfrei überstehen können, bis die Selbstdisziplin dem einen oder anderen eine Latte über den Kopf zieht und an seine Versprechungen erinnert.

Aber was ist das denn für ein Start in ein jungfräuliches, unbelastetes Jahr voller potentieller Glücksmomente?
Es ist doch unsinnig, das Leben aus seinem Leben und die Menschlichkeit aus den Menschen verbannen zu wollen.
Also sollte man einfach ab 1.1. nur rauchen, wenn man sich so richtig gut fühlt, weil es in allen anderen Fällen sowieso keinen Spaß macht. Und sich für’s Essen mehr Zeit nehmen und es bewusst und ausgiebig genießen, weil es dann gar nicht ansetzen kann. Außerdem sollte man seiner Haut und seinem Gemüt mehr Sonnenlicht gönnen, dann ist man glücklich, im Freien und bewegt sich, weil es da keine Stühle gibt, automatisch – und das reicht! Die Arbeit schiebt man auch nicht mehr auf, man lässt einfach den überflüssigen Teil komplett weg und hat dann genug Zeit, die wichtigen Dinge gleich und zur eigenen Zufriedenheit zu erledigen. Und die Kinder lässt man an all diesen Tätigkeiten teilhaben, indem sie einen begleiten oder dabei helfen, auch wenn es dann ein bisschen länger dauert – dafür muss man sich keine Hinhalte-Taktiken ausdenken.

Hört sich das nicht wesentlich besser an? Aber vor allem zwingt es einen, an all diesen Dingen Freude zu haben, denn damit erhalten sie ihre Berechtigung und sind nicht mehr per se ein gebrochener Vorsatz.

Und wem das jetzt alles zu esoterisch ist, der kann es halten wie ich: ich werde auch dieses Jahr wieder nicht anfangen, zu rauchen. Und das habe ich noch jedes Jahr geschafft.

*
Ich wünsche euch allen einen wunderschönen, angenehmen Übergang in das neue Jahr, das unsere besten Eigenschaften aus uns herausholen und uns allen beweisen wird, dass wir unglaublich tolle, liebenswerte Menschen sind.
Vielen Dank für euer Interesse!

Dez 252010
 

Christbaum 2010Wie an der sinkenden Frequenz meiner Posts unschwer zu erkennen war, hatte es auch mich fest im Griff, das Weihnachtsfieber. Es ist aber auch faszinierend, dass man jedes Jahr wieder von einem seit Jahrtausenden unveränderten Datum hinterrücks und unvorbereitet überrumpelt werden kann – so ähnlich wie unser Jüngster auch noch beim zweiundwanzigsten „Buh!“ erschrickt.

Aber unanhängig davon liebe ich das Weihnachtsfest und alles, was damit zusammenhängt: Kerzen, Plätzchen, Backen, Basteln, Baumschmuck und vor allem die Freude, die unsere Kinder an all diesen Dingen haben – auch wenn das für mich manchmal mit Zeitnot und zum Ende hin auch gelegentlich mit Erschöpfungszuständen verbunden ist.
Jetzt, in diesem Moment, bin ich gerade völlig entspannt, da auch unser großes Weihnachtsessen (erfolgreich) hinter mir liegt und alles wunderbar geklappt hat. Deswegen wünsche ich euch allen – etwas verspätet, dafür aus tiefstem Herzen – noch erholsame und ruhige Feiertage und hoffe, ihr hattet einen ebenso schönen Weihnachtsabend wie wir.

Dez 132010
 

Es ist dunkel und still. Kein Lüftchen regt sich. Es ist bitterkalt. Die Straßen sind menschenleer und verschneit. Lautlos fallen die Schneeflocken vom Himmel und nur ein leises Rauschen aus der Ferne zeugt davon, dass die Welt sich noch dreht. Es ist wieder dieser Moment zwischen Nacht und Tag, der die Zeit stillstehen lässt, weil die Natur kurz die Luft anhält – um gleich darauf tief einzuatmen, wenn die Sonne am Himmel erscheint und alles Schwere mit sich nach oben zieht. Die Leichtigkeit des Tages durchflutet jeden Raum, spült Gedanken weg und bringt Geschäftigkeit. Die Stadt erwacht zum Ameisenhaufen, die Menschen werden zu schnatternden Gänsen, die sich in Scharen durch Straßen, Schulen und Geschäfte drängen, Glucken, die sich um Nachwuchs und Ernährung kümmern, Wölfen und Schafen, die in Büros ihre Existenz formen. Aktivität und Bewegung füllen den Raum, der vorher frei und leer war.
Erst spät am Tag, wenn die Sonne wieder untergeht und die Nacht ihren Mantel der Stille niedersinken lässt, zügeln die Menschen ihre Schritte und kommen langsam wieder zur Ruhe. Alles tierische fällt von ihnen ab und die tagsüber hinterherhechelnden Gedanken können endlich aufschließen, um den ihnen zustehenden Platz wieder einzufordern.
Im Sommer, wenn die Tage lang und die Anziehung der Sonne stark ist, schlafen wir dann bereits. Aber in der Zeit der langen Nächte können wir nicht fliehen – wir müssen die Gedanken denken. Manch einer nennt das dann Winterdepression.

Nov 282010
 

WinterEigentlich wollte ich heute meinen Online-Adventskalender einstellen, aber mir kam da was dazwischen…
Also wünsche  ich euch wenigstens noch einen wunderschönen ersten Advent-Abend und hoffe, dass ich morgen etwas mehr Zeit finde.

Gute Nacht!

Nov 262010
 

Mögen mir alle Mathematiker die lachse Auslegung des Begriffes verzeihen, aber ich habe das Gefühl, dass die unendlich vielen Stunden, die man glaubt, vor Weihnachten zur Verfügung zu haben, auf  Null abgebildet werden.
Diese Woche mache ich noch dies und das und jenes – pft, gar nichts mache ich, NULL Zeit.
Na gut, es ist ja jetzt nicht so, als wäre das etwas Neues, aber speziell jetzt, wenn die Tage kürzer und die „To do“-Listen länger werden, kann einen schon der Mut verlassen beim Anblick der vielen Pflichten, die man in die wenigen Tage quetschen muss.

Dabei gibt es so viel Schönes in der Vorweihnachtszeit:
Mit den Kindern im Wald (mit etwas Glück im Schnee) spazieren gehen, die Große Kekse in Schokolade tauchen lassen, der Kleinen ein Versteck aus Wohnzimmersesseln und Wolldecken bauen. Die Wohnung dekorieren und sich über ein gefühlvolles „Ist das sön (schön), Mama!“ freuen. Ein Bild malen. Kerzen anzünden. Und endlich wieder einen Artikel schreiben. Das ist echter Luxus.

Nov 112010
 

Ich habe morgen einen Termin und bin jetzt schon ganz hibbelig. Ich muss nämlich innerhalb von zwei Stunden drei Kinder aufwecken, anziehen, abfüttern, in die Schule schicken bzw. ins Auto packen und bei Oma abliefern (35 km) und dann noch einigermaßen ansehnlich vor Ort erscheinen (nochmal 30 km)  – und das sind lauter Dinge, die man nicht am Abend vorher vorbereiten kann.

Aber das wäre doch mal wirklich eine tolle Sache: den rausgeputzten Nachwuchs am Abend einschweißen und morgens einfach die Packung aufreißen…
Oder alternativ eine Stunde Abend eintüten und nach 6.00 Uhr einfach dazwischenklemmen…

Huch, jetzt bin ich aber erschrocken – hier gilt ja noch die Sommerzeit!
Na, zum Glück habe ich das heute bemerkt.

Gute Nacht!

Nov 062010
 

Von wegen Website-Aktualisierung!
Haha!
Haaahaaaaaaaa. Ha.

14.20 Uhr
Der Kleine ist der Meinung, eine Stunde Schlaf reicht völlig. Ich hole ihn aus dem Bett und koche ihm seinen verspäteten Mittagsbrei. Wenigstens lässt er sich zügig füttern. Die Große fragt, wann wir endlich Kaffee trinken – ich habe ihr nämlich einen Donut gekauft.

14.50 Uhr
Jetzt endlich kann ich mich an den Computer setzen. Die Dreijährige möchte am anderen PC spielen, ich erlaube es nicht. Ich überarbeite die Angebote, die Kleine kritzelt auf meinen Faxen. Dabei entdecke ich eines, das ich am Wochenende noch erledigen muss. Mist. Ich  stelle neue Bilder ein, sie heult jetzt, weil sie nicht spielen darf. Ich lade die Daten hoch, sie ist bockig und sagt, dass sie jetzt in ihr Zimmer geht.
Das hätte ihr mal vor einer halben Stunde einfallen sollen.

15.30 Uhr
Fertig. Mein Mann taucht aus den Tiefen des Bastelkellers auf und erklärt mir, dass der extra neu gekaufte Dynamo am Rad unserer Tochter (das sie am Donnerstag für eine Polizei-überwachte Echtverkehr-Übung braucht, dazu muss es natürlich verkehrssicher sein) nicht geht. Ich muss ihn also bis Mittwoch umtauschen.

15.35 Uhr
Ich gehe jetzt einen Kaffee trinken. Vielleicht hilft’s.
Als ich in die Küche komme, erhalte ich sofort die olfaktorische Meldung, dass mein Sohn eine frische Windel braucht. Gerade, als ich mich auf den Weg mache, klingelt es. Ich habe den Tiefkühlkost-Lieferer völlig vergessen. Schnell suche ich im Prospekt, was ich brauche.

16.00 Uhr
Endlich kann ich mit meinem Mann Kaffee trinken. Er überlegt, ob er heute noch losfährt und den Dynamo umtauscht. Die Große verputzt nach dem Donut auch noch die letzten Kekse, die Kleine schreit, weil sie keine mehr erwischt.

16.30 Uhr
Mein Mann verlässt mich. Um das Rad in Ordnung zu bringen. Ich bin ihm sehr dankbar, dass ich das nicht mit drei Kindern im Schlepptau erledigen muss. Ich setze mich wieder an den Computer, um besagtes Fax abzuarbeiten, die Kleine darf endlich den Fernseher bemühen.

18.00 Uhr
Mein Mann ruft an, um mir zu sagen, dass jetzt alles funktioniert und er auf dem Heimweg ist. Ich kümmere mich um’s Abendessen. Der restliche Tagesablauf hat dann keine Überraschungen mehr zu bieten: Essen, Quatsch machen, Zähne putzen, drei Schlafanzüge anziehen.

20.30 Uhr
Alles erledigt. Ach ja, die Wäsche liegt noch und die Küche ruft vergebens – ich mag heute nicht mehr.

Diese Gegebenheiten und die darin auftauchenden Personen sind NICHT frei erfunden. Eventuelle Ähnlichkeiten mit anderen lebenden Personen bedauere ich zutiefst, kann ich aber auch nicht ändern.

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