Apr 092013
 

Auch wenn es jetzt schon eindeutig und unverwechselbar April ist, habe ich hier noch ein waschechtes Märzbild, erkennbar an der geschlossenen Schneedecke. ;-)
Aufgenommen wurde es am 27. März Vormittags und so weit ich mich erinnern kann, war es am Abend schon wieder vorbei mit dem weißen Zauber – zumindest vorübergehend. Jetzt warten wir mal ab, ob der Wetterbericht Recht behält und der Frühling langsam Einzug hält – ein Vierteljahr habe ich ja schon mit Schneebildern gefüllt, das reicht eigentlich schon…

zwölf2013 - März

Alle Bilder des Jahres im Überblick sind wieder auf der Projektseite zu finden.

Dez 172010
 

Schloss Hexenagger

Ich habe ja hier vor Kurzem schon einmal über dieses Thema geschrieben, spüre aber das dringende Bedürfnis, es noch einmal zu erwähnen: ich habe ein fantastisches Auto. Mit meinem alten fahrbaren Untersatz hätte ich nämlich auf den heutigen Ausflug ins benachbarte Hexenagger verzichten müssen, weil er schon einmal gar nicht aus unserer Straße herausgekommen wäre. So aber haben wir eine wundervolle Zeit auf einem unglaublich romantischen, tief verschneiten Weihnachtsmarkt verbringen können, der durch die Wetterlage (nicht alle haben ein fantastisches Auto) auch noch frei und mit Kinderwagen begehbar war – das gab es schon seit Jahren nicht mehr!

Dez 132010
 

Es ist dunkel und still. Kein Lüftchen regt sich. Es ist bitterkalt. Die Straßen sind menschenleer und verschneit. Lautlos fallen die Schneeflocken vom Himmel und nur ein leises Rauschen aus der Ferne zeugt davon, dass die Welt sich noch dreht. Es ist wieder dieser Moment zwischen Nacht und Tag, der die Zeit stillstehen lässt, weil die Natur kurz die Luft anhält – um gleich darauf tief einzuatmen, wenn die Sonne am Himmel erscheint und alles Schwere mit sich nach oben zieht. Die Leichtigkeit des Tages durchflutet jeden Raum, spült Gedanken weg und bringt Geschäftigkeit. Die Stadt erwacht zum Ameisenhaufen, die Menschen werden zu schnatternden Gänsen, die sich in Scharen durch Straßen, Schulen und Geschäfte drängen, Glucken, die sich um Nachwuchs und Ernährung kümmern, Wölfen und Schafen, die in Büros ihre Existenz formen. Aktivität und Bewegung füllen den Raum, der vorher frei und leer war.
Erst spät am Tag, wenn die Sonne wieder untergeht und die Nacht ihren Mantel der Stille niedersinken lässt, zügeln die Menschen ihre Schritte und kommen langsam wieder zur Ruhe. Alles tierische fällt von ihnen ab und die tagsüber hinterherhechelnden Gedanken können endlich aufschließen, um den ihnen zustehenden Platz wieder einzufordern.
Im Sommer, wenn die Tage lang und die Anziehung der Sonne stark ist, schlafen wir dann bereits. Aber in der Zeit der langen Nächte können wir nicht fliehen – wir müssen die Gedanken denken. Manch einer nennt das dann Winterdepression.

Dez 102010
 

SchneeflutNachdem die Schule heute ausfällt, kann ich schnell das nächtliche Schneetreiben dokumentieren: so sieht mein Blick auf die Straße aus. Welche Straße? Na ja, irgendwo, einen halben Meter unter der Oberfläche war sie einmal. Glaube ich.
Noch so eine Nacht, und ich kann das Fenster nicht mehr öffnen, ohne überschüttet zu werden.

Was für ein Winter!
Meine Kinder finden es nur fantastisch und ich, ehrlich gesagt, auch – allerdings muss ich nicht frühmorgens zur Arbeit fahren. Allen armen Schweinen, die jetzt in Staus festsitzen, wünsche ich eine Engelsgeduld, einen vollen Tank, gute Winterreifen und eine baldige Ankunft.

Dez 012010
 

WintertagZum Glück habe ich ein tolles, phänomenales, großartiges, außergewöhnliches, wunderschönes, zuverlässiges, wintertaugliches Auto – sonst wäre ich wohl immer noch unterwegs mit weißer Windschutzscheibe unter weißen Autos, zwischen weißen Hügeln und weißen Bäumen auf weißen Straßen.

Am Montag (siehe Bild links) musste ich ja schon dem Paketdienst aus den Schneemassen in unserem Wendehammer helfen (bei uns werden nur Hauptstraßen geräumt), aber da war eigentlich noch vergleichsweise wenig los.
Heute dagegen hatte ich schon nach 20 Minuten fünf Zentimeter Schnee auf dem Auto und war extrem dankbar für mein Winterpaket inklusive Frontscheibenheizung, weil mir sonst die Scheibenwischer am Glas festgefroren wären…

Und wieder einmal zeigt sich: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Äh, Autos, meine ich.

Okt 252010
 

Heute hat die Zeit begonnen, in der sich viele Menschen beschweren, dass sie bei Dunkelheit das Haus verlassen müssen und auch erst bei Dunkelheit wieder zurückkehren. Den meisten schlägt es auf’s Gemüt, ich fühle mich jetzt besonders wohl.
Ich genieße diese Momente, wenn die Große schon aus dem Haus ist, die Kleinen noch schlafen, ich am Computer sitze und draußen der Tag noch nicht angefangen hat – nur meine Geräusche in der Stille, während die Natur noch schläft, durch das Fenster dringen keine Eindrücke herein, ich kann mich ganz auf mich selbst konzentrieren und die Zeit steht still. Diese halbe Stunde vor der Dämmerung gehört alleine mir.
Und dann graut der Morgen, es kommt Leben in die Welt, von oben dringt ein „Mama“ herunter und die Energie, die mich umgeben hat, fließt durch die Fenster zum Licht hin.

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