Nov 182013
 

Eine Zeit lang wollte unser Jüngster schon nach dem Aufstehen an die Spielekonsole und seit wir ihn damals für süchtig erklärt hatten, sagt das unsere Mittlere jedes Mal, wenn er spielt. Heute kam er zu mir ins Büro, schaute erst kurz auf den Bildschirm, dann mir in die Augen und meinte kopfschüttelnd:

„Jeden Tag arbeiten, JEDEN Tag! Du bist süchtig!“

Wenn er nur wüsste, wie gerne ich manchmal einen Entzug machen würde…

Jan 082013
 

Gestern war unser Dreijähriger mal wieder topfit und ließ sich erst zum Schlafen überreden, als wir auch nach oben gingen. Während ich schon im Bett lag, erklärte mein Mann ihm auf dem Flur, dass er entweder in seinem Zimmer oder bei seiner Schwester schlafen könne. Er zeigte aber auf die Schlafzimmertür und meinte:

„Nein, ich will da!“
Mein Mann antwortete: „Nein, bei uns schläfst Du nicht!“
„Aber die Mama hat mich lieb!“
„Ich hab‘ Dich auch lieb.“
„Nein, Du nicht! Nur die Mama.“

Entnervt ging mein Mann erst einmal ins Bad, was der Kleine natürlich ausnutzte und zu mir ins Bett kroch. Mucksmäuschenstill lag er neben mir, als sein Papa das Licht ausmachte und sich ins Bett legte. Aber nachdem ihm klar war, dass unser Sohn bei mir war, fragte er:

„Eric?“
„Ja?“
„Bist Du da?“
Kurze Stille.
„Nein.“

Was soll ich sagen – er verbrachte die Nacht bei uns.

Sep 122012
 

Wenn Kleinkinder sprechen lernen, ist das irgendwie immer ein Highlight und jeder Zwerg hat so seine ganz eigenen Wortkreationen und Angewohnheiten. Mein Jüngster, jetzt zweidreiviertel Jahre alt, ist eine echte Schwafeltante und hat ständig einen neuen Brüller auf Lager. Bevor das alles wieder in Vergessenheit gerät, halte ich hier mal einen Teil fest, der mir gerade so einfällt.

Witzige Wortkreationen waren/sind z.B.
Popofeitz (=Polizei)
Tschoknlade (=Schokolade)
Pakika (=Paprika)
Tibitopf (=Triceratops)

Verdreher und Versprecher, die mir besonders gut gefallen:
Mama, wo bitsu? (=Mama, wo bist Du?) oder Mama, was matsu? (=Mama, was machst Du?)
schwine Windel (=frische Windel)

Interessanterweise kann er außerdem – im Gegensatz zu seinen Schwestern – schon seit längerem das „sch“ sprechen und versucht sich auch fleißig am „r“, das sich anhört wie eine Mischung aus w und amerikanisch gesprochenem r.
Besonders schön ist das bei Wörtern wie
dweckig (=dreckig)
dwauf (=drauf)
oder Sätzen wie
Gawasche wein fahn (=in die Garage rein fahren)

Aber nicht nur sprachlich ist er geschickt, sondern auch in technischer Hinsicht:
Letzte Woche hat er sich, nachdem ich ihn bisher zumindest während der Schul- und Kindergartenzeit erfolgreich vom Fernsehen abgehalten habe, einfach selbst eine DVD eingelegt.
Ab jetzt sind wohl kreativere Ablenkungsmanöver gefragt.
*Seufz*

Apr 072012
 

Gestern auf dem Heimweg von den Großeltern sehen wir ein paar Rehe auf einer Wiese. Daraufhin fand folgendes Gespräch statt:

Die Große: „Letztes Mal beim Heimfahren habe ich vier Hasen gesehen!“
Papa: „Stell Dir vor, ich sehe jeden Tag vier Haasen.“
Die Große: „Haha, ich meine die Hasen, die man mit EINEM ‚a‘ schreibt.“
Die Kleine: „Aber Mama, Arsch darf man doch nicht sagen!“

***

Kleiner Tipp: Wer auf Anhieb nicht versteht, was das soll, möge sich das Gespräch laut und nicht zu langsam vorlesen lassen.

 

Mrz 132012
 

… mit den 148 Mails bin ich leider noch nicht ganz durch…

Damit hier aber wenigstens mal wieder ein aktueller Post steht, möchte ich euch kurz an meinem Kindermund-Highlight der vergangenen Woche teilhaben lassen.
Am Samstag bekamen wir Besuch von einem älteren Herrn mit Schnauzbart, von dem mir unsere Mittlere folgendermaßen berichtete:

„Mama, weißt Du, wer da geklingelt hat? Ein Mann mit einer weißen Schnauze!“

Feb 142012
 

Essen für fünf Personen kochen ist immer wieder eine Herausforderung, weil jeder irgendetwas anderes nicht mag. Besonders gespalten sind unsere Lager, wenn es Grießbrei gibt, den die beiden Kleinen und mein Mann lieben, während die Große am liebsten Reißaus nähme. Gestern war wieder einmal Grießbrei-Zeit und die Mittlere fragte, ob es morgen auch wieder dasselbe gäbe. Mein Mann erklärte, jetzt wäre erst einmal wieder Pause, weil ihre Schwester sonst auszieht und ich ihn ja auch nicht so gerne mag. Ich lenkte ein und meinte, mittags wäre er voll O.K., aber abends bevorzuge ich eben eher Pikantes.

Als wir dann beim Abendessen saßen, beobachtete mich die Mittlere eine Zeit lang und meinte plötzlich:
„Du Mama, ich weiß fei, warum es jetzt keinen Grießbrei gibt.“
Ich sah ihr abwartend ins Gesicht, während sie mich angrinste.
„Weil – der schmeckt dir nicht, wenn es dunkel ist.“

So kann man es auch sehen.

 

Jan 062012
 

Unsere Vierjährige führte uns heute am Mittagstisch auf ihre Hand deutend vor, dass sie alle Bezeichnungen ihrer Finger kennt:

„Der kleine Finger, der Ringfinger, der Mittelfinger, der Fingerzeiger…“

Und irgendwie ist das doch genauso wahr, oder?

 

Nov 102011
 

Zur Zeit kommt unser knapp Zweijähriger ständig angewedelt, hält mir irgendetwas vor die Nase und sagt: „Abudd!“ (was „kaputt“ bedeutet).
Jetzt könnte man meinen, er hätte gerade eine drastische Zerstörungsphase, aber das stimmt gar nicht – andersherum wird ein Schuh daraus.
„Abudd“ ist nämlich ein Synonym für Flasche öffnen, Tüte aufreißen, Deckel aufklappen, Jacke aufknöpfen, Schuhe aufbinden – Dinge kaputt machen eben…

Sep 202011
 

Gestern drehte unsere Vierjährige ein paar Runden mit dem Roller. Irgendwann blieb sie stehen und zog den Schuh aus, ich sagte ihr, dass es dafür jetzt zu kalt ist und ließ sie ihn wieder anziehen. Daraufhin sah sie mich etwas komisch an und ich fragte:

„Was ist denn los?“

Sie antwortete:

„Ich hab‘ was im Schuh… Was laufen kann…“

Sep 122011
 

Neulich unterhielten wir uns über dringende Wünsche unserer Töchter, die leider nicht sofort erfüllt werden können und daher auf Weihnachten verschoben werden müssen. Da bei uns am 24. das Christkind den Baum schmückt und die Geschenke bringt, werden bereits am Vortag die zwei Türen zum Wohnzimmer zugesperrt, um allen Beteiligten eine ruhige Arbeitsathmosphäre zu schaffen.
Jetzt ist es aber so, dass in letzter Zeit unsere sämtlichen Zimmertüren-Schlüssel auf wunderbare Weise verschwinden. Also bemerkte mein Mann: „Heuer kann das Christkind leider nicht zu uns kommen, weil alle Schlüssel weg sind und wir nicht zusperren können.“
Daraufhin kam unsere Vierjährige ins Grübeln und meinte dann: „Da gibt’s noch eine andere Mögichkeit…“

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