Apr 092013
 

Auch wenn es jetzt schon eindeutig und unverwechselbar April ist, habe ich hier noch ein waschechtes Märzbild, erkennbar an der geschlossenen Schneedecke. ;-)
Aufgenommen wurde es am 27. März Vormittags und so weit ich mich erinnern kann, war es am Abend schon wieder vorbei mit dem weißen Zauber – zumindest vorübergehend. Jetzt warten wir mal ab, ob der Wetterbericht Recht behält und der Frühling langsam Einzug hält – ein Vierteljahr habe ich ja schon mit Schneebildern gefüllt, das reicht eigentlich schon…

zwölf2013 - März

Alle Bilder des Jahres im Überblick sind wieder auf der Projektseite zu finden.

Feb 152012
 

Mein Februarbild entstand schon letzten Sonntag, und zwar während ich mich tierisch ärgerte, dass ich die Kamera am wesentlich klareren Samstag einfach nicht habe finden können. Aber Photoshop sei Dank sieht es weniger verwaschen aus als gedacht und ich spare mir das Warten auf eine eher unwahrscheinliche bessere Gelegenheit, denn einen zugefrorenen Kanal im Sonnenschein sieht man wirklich nicht alle Tage:

Beeindruckend finde ich den Vergleich zum Januarbild (siehe Projektseite), auf dem noch so viel fließendes Wasser zu sehen ist, während hier jede Bewegung erstarrt scheint – inklusive die meines Fingers auf dem Auslöser. Wäre der Wind nicht ganz so schneidend gewesen, hätte ich sicher noch etwas mehr Zeit auf dem Kirchfelsen verbracht und die malerische Landschaft genossen. Aber ein Foto im warmen Haus betrachten ist auch nicht schlecht…

 

Feb 282011
 

Ganze 18 Tage ist es jetzt schon her, dass ich das letzte Mal einen Artikel verbrochen habe – zum einen aus zeitlichen Gründen, zum anderen war mir einfach nicht nach Schreiben. Faul und träge habe ich meine Abende auf dem Sofa verbracht und mein verstaubtes Laptop aus der Ferne betrachtet, während meine Hirnströme ungefähr so viel Spannung erzeugten wie das tägliche Fernsehprogramm.

Heute muss ich aber endlich mal wieder ran, schließlich ist das die letzte Gelegenheit für mein Februar-Bild zum Projekt zwölf2011 – das ich übrigens schon am 04. Februar geschossen und dümpeln lassen habe, weil ich auf ein besseres hoffte. Na ja, jetzt bin ich froh, dass es da ist, sonst gäbe es gar keines und heute habe ich beim besten Willen keine Zeit mehr für einen Fototermin.

Erfreut euch also am letzten Februarschnee, seid mir bitte nicht böse, dass ich einen selbständig-drei-Kinder-Haus-Garten-burnout-Durchhänger hatte und rechnet mit neuen Posts…

Dez 172010
 

Schloss Hexenagger

Ich habe ja hier vor Kurzem schon einmal über dieses Thema geschrieben, spüre aber das dringende Bedürfnis, es noch einmal zu erwähnen: ich habe ein fantastisches Auto. Mit meinem alten fahrbaren Untersatz hätte ich nämlich auf den heutigen Ausflug ins benachbarte Hexenagger verzichten müssen, weil er schon einmal gar nicht aus unserer Straße herausgekommen wäre. So aber haben wir eine wundervolle Zeit auf einem unglaublich romantischen, tief verschneiten Weihnachtsmarkt verbringen können, der durch die Wetterlage (nicht alle haben ein fantastisches Auto) auch noch frei und mit Kinderwagen begehbar war – das gab es schon seit Jahren nicht mehr!

Dez 132010
 

Es ist dunkel und still. Kein Lüftchen regt sich. Es ist bitterkalt. Die Straßen sind menschenleer und verschneit. Lautlos fallen die Schneeflocken vom Himmel und nur ein leises Rauschen aus der Ferne zeugt davon, dass die Welt sich noch dreht. Es ist wieder dieser Moment zwischen Nacht und Tag, der die Zeit stillstehen lässt, weil die Natur kurz die Luft anhält – um gleich darauf tief einzuatmen, wenn die Sonne am Himmel erscheint und alles Schwere mit sich nach oben zieht. Die Leichtigkeit des Tages durchflutet jeden Raum, spült Gedanken weg und bringt Geschäftigkeit. Die Stadt erwacht zum Ameisenhaufen, die Menschen werden zu schnatternden Gänsen, die sich in Scharen durch Straßen, Schulen und Geschäfte drängen, Glucken, die sich um Nachwuchs und Ernährung kümmern, Wölfen und Schafen, die in Büros ihre Existenz formen. Aktivität und Bewegung füllen den Raum, der vorher frei und leer war.
Erst spät am Tag, wenn die Sonne wieder untergeht und die Nacht ihren Mantel der Stille niedersinken lässt, zügeln die Menschen ihre Schritte und kommen langsam wieder zur Ruhe. Alles tierische fällt von ihnen ab und die tagsüber hinterherhechelnden Gedanken können endlich aufschließen, um den ihnen zustehenden Platz wieder einzufordern.
Im Sommer, wenn die Tage lang und die Anziehung der Sonne stark ist, schlafen wir dann bereits. Aber in der Zeit der langen Nächte können wir nicht fliehen – wir müssen die Gedanken denken. Manch einer nennt das dann Winterdepression.

Dez 102010
 

SchneeflutNachdem die Schule heute ausfällt, kann ich schnell das nächtliche Schneetreiben dokumentieren: so sieht mein Blick auf die Straße aus. Welche Straße? Na ja, irgendwo, einen halben Meter unter der Oberfläche war sie einmal. Glaube ich.
Noch so eine Nacht, und ich kann das Fenster nicht mehr öffnen, ohne überschüttet zu werden.

Was für ein Winter!
Meine Kinder finden es nur fantastisch und ich, ehrlich gesagt, auch – allerdings muss ich nicht frühmorgens zur Arbeit fahren. Allen armen Schweinen, die jetzt in Staus festsitzen, wünsche ich eine Engelsgeduld, einen vollen Tank, gute Winterreifen und eine baldige Ankunft.

Dez 032010
 

Gestern haben mich die Schneemassen, von denen ich vorgestern schon erzählt habe, meinen sonst relativ ruhigen Vormittag gekostet: die Schulen des kompletten Landkreises hielten nämlich ihre Pforten geschlossen.
Tochter jubelt „Olé!“, Mutter murmelt „Oh nee!“, denn sie vermutet ganz stark, dass sich die Mädels jetzt schon am Vormittag in den Haaren haben – und sie hat Recht!

Da sitze ich also, wie üblich, arbeitenderweise vor meinem PC, als sich unser Jüngster meldet. Wie praktisch, dass die Älteste zuhause ist, die kann man schnell zur Kleinkind-Belustigung nach oben schicken, bis der Rest erledigt ist. Gesagt, getan und die Mittlere läuft gleich mit.
Ich tippe weiter, die Kinder spielen und lachen. Noch ein paar Klicks, inzwischen meckert die Große. Ich wage noch ein paar Zeilen, plötzlich lautes Poltern von oben und eine sich überschlagende Stimme der Großen. Also schnell alles speichern (es poltert weiter) und hurtig nach oben.
Zimmertür aufreißen, Pauschalschimpftirade loswerden und dann erst bemerken, dass nur die beiden Kleinen auf dem Boden sitzen. Nach einem kurzen HÄ?? nach der Großen rufen. Da tönt plötzlich eine Stimme aus dem Kleiderschrank: „Die hat mich eingesperrt und die Tür geht nicht mehr auf.“
Also nochmal die Kleine schimpfen, während ich die Tür aufmache, kurz innehalten und nach einem weiteren HÄ?? die Große fragen: „Warum hast du dich überhaupt einsperren lassen??“ Sie murmelt irgendwas von Spielen und sagt: „Sie hat es mir vorher gezeigt, da hat sie zu- und wieder aufsperren können!“
Ich erkläre ihr, dass eine Dreijährige in dieser Hinsicht wenig verlässlich und gegen die Türen schlagen auch keine Lösung ist. Darauf meint sie: „Ich habe ihr ja gesagt, dass sie dich holen soll, aber sie hat nur gelacht!“

Das habe ich auch. Aber erst, als ich alleine war.
Und alles nur wegen dem vielen Schnee.

Dez 012010
 

WintertagZum Glück habe ich ein tolles, phänomenales, großartiges, außergewöhnliches, wunderschönes, zuverlässiges, wintertaugliches Auto – sonst wäre ich wohl immer noch unterwegs mit weißer Windschutzscheibe unter weißen Autos, zwischen weißen Hügeln und weißen Bäumen auf weißen Straßen.

Am Montag (siehe Bild links) musste ich ja schon dem Paketdienst aus den Schneemassen in unserem Wendehammer helfen (bei uns werden nur Hauptstraßen geräumt), aber da war eigentlich noch vergleichsweise wenig los.
Heute dagegen hatte ich schon nach 20 Minuten fünf Zentimeter Schnee auf dem Auto und war extrem dankbar für mein Winterpaket inklusive Frontscheibenheizung, weil mir sonst die Scheibenwischer am Glas festgefroren wären…

Und wieder einmal zeigt sich: es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Äh, Autos, meine ich.

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