Jul 012011
 

Der Grund, warum ich diesen Artikel schreibe, ist ein Vorfall aus meinem Bekanntenkreis, der mich nachdenklich gemacht hat. Für mich ist das Geistige Heilen mit seiner Taktik des ständigen Hinterfragens körperlicher Symptome ein selbstverständlicher Bestandteil meines Alltags. Natürlich ist mir bewusst, dass dieser Weg nicht der einzig wahre ist und jeder Mensch auf eine andere Weise mit Krankheiten, Problemen, Ängsten usw. umgeht. Auch klar ist mir, dass es erst einmal sehr schwierig ist, sich überhaupt vorurteilsfrei mit der Materie zu befassen, weil jeder halbwegs „normal“ erzogene Mensch alles, was sich außerhalb der Naturwissenschaften abspielt, als Humbug empfindet. Neu für mich ist aber die Erkenntnis, dass die Methoden des Geistigen Heilens manchen Menschen tatsächlich Angst machen – und hier möchte ich mich mit ein paar grundlegenden Gedanken einbringen, die zeigen sollten, dass es dafür keinen Grund gibt.

Wer sich für eine Anwendung des Geistigen Heilens entscheidet, muss deswegen nicht auf anerkannte, wissenschaftliche Methoden der Heilung verzichten (sollte das verlangt werden, bitte sofort den Berater wechseln). Häufig beginnt der Einstieg eher so, dass eine Behandlung oder Therapie nicht so recht vorwärts kommen will und man eine Option sucht, den Prozess zu beschleunigen. Dazu wird nach der psychischen bzw. seelischen Ursache der körperlichen Probleme geforscht, um nicht nur die Symptome, sondern auch den Ursprung derselben zu behandeln.

Geistiges Heilen ist nicht manipulativ. Es hat nichts mit Hypnose oder Gehirnwäsche zu tun. Ohne die Bereitschaft des Klienten, die Gespräche oder Anwendungen und deren Ergebnisse anzunehmen, ist es schlicht und einfach wirkungslos. Veränderungen können nicht erzwungen werden, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Wer sich trotzdem in irgendeiner Form gedrängt, gelenkt oder einfach unwohl fühlt, sollte die Beratung abbrechen, weil er dann an den falschen geraten ist.

Auf der anderen Seite ist es aber auch dann nicht völlig überflüssig, wenn es keine sofortige Wirkung zeigt, alleine schon deshalb, weil man sich auf eine neue Sichtweise der Situation eingelassen hat. Es gibt Menschen, die von den Ergebnissen (oder deren Nicht-Vorhandensein) enttäuscht sind, aber doch irgendwann zu einer Erkenntnis gelangen, die durch diesen Anstoss entstanden ist.

Natürlich gibt es schwarze Schafe. Man kann den falschen Klempner erwischen, den falschen Anlageberater und eben auch den falschen „Heiler“. In allen Fällen ist es ratsam, sich bereits bei den ersten Bedenken zu verabschieden. Penetrante Nachfragen oder Beschwerden wird es nur von jenen geben, die kein reines Gewissen haben.
Wenn man – wie ich – das Glück hat, einem absolut verlässlichen und vertrauenswürdigen Vertreter dieser Gattung zu begegnen, kann man die vielfältigen Bedenken natürlich nur bedingt nachvollziehen – wohl aber respektieren. Und das sollte auch jeder halbwegs ordentliche Berater so halten.

Um also auf obige Frage zu antworten:
Ja. Weil die Grundlagen dafür in jedem Menschen von Geburt an vorhanden sind und dazu nichts weiter nötig ist, als der Wille zur Veränderung – aber deswegen auch Nein. Weil viele Menschen sich von Gegebenheiten, Mustern und körperlichen Leiden gestützt fühlen und die Aussicht, sich selbst oder ihre Gewohnheiten verändern zu müssen, mehr Unwohlsein verursacht als die bisherigen Beschwerden.

Mit dieser Erkenntnis meinerseits möchte ich die GH-Artikelreihe (vorerst) beenden, soll ja hier kein missionarischer Blog werden…
Wer sich für mehr Infos interessiert, darf mir aber jederzeit eine Mail schreiben: blog@designerhaase.de.

Mrz 012011
 

In der letzten Zeit begegne ich immer häufiger Menschen, die großes Interesse an einem Thema zeigen, mit dem ich mich jetzt schon seit einigen Jahren beschäftige, dem ganzheitlichen Heilen. Daher werde ich ab jetzt gelegentlich über Möglichkeiten dieses Konzepts schreiben, die ich selbst schon angewandt habe.

Zum Grundgedanken gehört die Akzeptanz der Tatsache, dass eine Krankheit bzw. richtiger ein körperliches Leiden nicht (ausschließlich) von externen Einflüssen wie Erregern oder funktionalen Störungen wie Gendefekten erzeugt wird, sondern ein psychisches Ungleichgewicht als Auslöser wirkt, das körperlichen Symptomem Tür und Tor öffnet.

Das bedeutet, dass man nicht automatisch eine Grippe bekommt, wenn man bei 5° C barfuß geht, aber höchstwahrscheinlich erkranken wird, wenn einem sowieso gerade in der Arbeit alles über den Kopf wächst.  In diesem Sinne kann man alte Redensarten ruhig wörtlich nehmen: Wenn ich von ständigen Streitereien die Nase voll habe, bekomme ich einen Schnupfen, wenn eine Situation mir an die Nieren geht, kann das eine Blasenentzündung auslösen. Das kommt daher, dass die Organe eine Entsprechung in der Gefühlswelt haben und jeder Konflikt, der auf der geistigen oder seelischen Ebene nicht gelöst wird, auf körperlicher Ebene ausgefochten werden muss.

Jetzt muss nicht jede Erkältung gleich hinterfragt werden, da hier häufig die kurze krankheitsbedingte Auszeit schon für eine Problemlösung genügt,  aber speziell bei chronischen, autoimmunen  oder sich stetig verstärkenden Erscheinungsbildern ist offensichtlich, dass ein ungelöstes Problem immer wiederkehrt und nach Lösung schreit. Dem Körper dann mit „Reparaturen“ seine Ausdrucksmöglichkeit zu nehmen hat meist zur Folge, dass er eine neue Form  der Kommunikation wählt, so lange, bis das ursächliche Problem beseitigt ist – und das liegt nun mal in der Psyche.

Wer es schafft, seine Krankheit zu hinterfragen, ist schon einmal einen bedeutenden Schritt weiter. Sie erzählt uns viel über unsere Psyche und unser Unterbewusstsein, über Ereignisse und Zustände, die wir aus dem Bewusstsein verbannt haben. Zu diesem Thema gibt es ein tolles (aber leider sehr teures) Buch von Antonie Peppler: „Die Bedeutung der Symptome und Krankheitsbilder“. Dort kann man neben verschiedensten Krankheitsbildern auch solche Dinge wie Essensvorlieben und Schlafgewohnheiten nachschlagen.

Für den Anfang ist es auf jeden Fall schon einmal eine gute Übung, seine eigenen Erkrankungen zu betrachten und mit zeitlich relevanten Ereignissen in Zusammenhang zu bringen. Fieber vor der wichtigen Prüfung ist nicht schwer zu deuten, eine Grippe nach einem unliebsamen dreiwöchigem Besuch genauso wenig. Bei bereits lange bestehenden Erkrankungen ist es dagegen oft schwierig, noch den Auslöser zu finden, aber auch dafür gibt es Mittel und Methoden.
Über die werde ich dann nächstes Mal berichten.

Nov 162010
 

Heute habe ich einen sehr interessanten Artikel aufgestöbert, der auf eine neu entdeckte Komponente bei verschiedenen Krankheiten hinweist. Die Rede ist von nicht wahrnehmbaren Mikroentzündungen, die auch bei bisher nicht mit Entzündungen in Verbindung gebrachten Krankheiten wie Arteriosklerose, Alzheimer, Darmkrebs und Diabetes eine Rolle spielen. Falsche Ernährung und häufiger Stress bilden den Nährboden für diese Entzündungen, vor allem der Konsum von Kohlenhydraten, der einen erhöten Insulinspiegel verursacht. Das Insulin wiederum wandelt Linolsäure (Omega-6) in Arachidonsäure um, aus der unter anderem die den Entzündungsstoffwechsel antreibenden „schlechten“ Prostaglandine der Serie 2 entstehen. Das heißt, je mehr Insulin und Arachidonsäure, desto mehr Entzündungen und alles beginnt im Fettgewebe, da es der Hauptspeicher für Arachidonsäure ist.

Diese Mikroentzündungen finden sich häufig auch schon bei scheinbar Gesunden, nachweisbar sind sie über AA- und EPA-Wert, der optimalerweise bei 1,5 liegen sollte und beim Durchschnittsamerikaner (oh Wunder) bei 12 liegt. Selbst Depressionen stehen mit diesen Werten in Zusammenhang.
Werden entzündungsbedingte Krankheiten erkannt, kommen meist Medikamente zum Einsatz, die die Prostaglandine der Serie 2 hemmen, gleichzeitig aber auch deren natürliche Gegenspieler – dadurch werden zahllose andere Prozesse unterdrückt und das Asthma- und Allergierisiko steigt, zusätzlich sinkt die Entgiftungsfähigkeit der Nieren. Eine bessere Wahl wäre das in der Natur (in Algen, Lachsen und Flamingos) vorkommende Astaxanthin, das eine ungewöhnlich hohe antioxidative und entzündungshemmende Wirkung besitzt, leider aber bei uns so gut wie unbekannt ist. Sehr wirksam sind auch Curcuma, Weihrauch, SOD (Spirulina), Omega-3-Fettsäuren (Leinsamen, Hanfsamen, Walnüsse) und Sesamin (Sesam).

Was wieder einmal zeigt: Du bist, was Du isst. Und was Du denkst. Aber darüber schreibe ich ein anderes Mal.

Der Originalartikel ist zu finden auf www.raum-und-zeit.com unter:
Gefährlichen Mikroentzündungen vorbeugen
Von Michael Göhner, Viernheim

Okt 192010
 

Jeder Mensch geht mit einer Krankheit anders um, der eine ignoriert sie, der andere zelebriert sie. Ich habe im Laufe der Zeit angefangen, die verschiedenen Typen entsprechenden Medikamenten zuzuordnen. Unsere Dreijährige ist im Moment krank und sie ist definitiv eine Schlaftabletten-Kranke. Nicht, weil sie so ruhig ist, sondern weil man ihr am liebsten eine solche verpassen würde, wenn sie sich innerhalb von fünf Minuten mindestens dreimal lautstark beschwert, dass sie immer noch krank ist. Unsere Älteste dagegen ist eine Antidepressiva-Kranke, sie zerfließt förmlich vor Selbstmitleid und bezweifelt jede Möglichkeit der Genesung von vornherein. Mein Mann gehört (wie viele andere Männer, habe ich mir sagen lassen) eher in die Kategorie Defi-Kranker – man hat ständig das Gefühl, man muss ihn gleich wiederbeleben. Ich dagegen bin (dummerweise) eine K.O.-Tropfen-Kranke: freiwillig bin ich nicht ins Bett zu bewegen. Aber irgendjemand muss sich ja schließlich auch um die wirklich Kranken kümmern, oder?

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