Nov 182013
 

Eine Zeit lang wollte unser Jüngster schon nach dem Aufstehen an die Spielekonsole und seit wir ihn damals für süchtig erklärt hatten, sagt das unsere Mittlere jedes Mal, wenn er spielt. Heute kam er zu mir ins Büro, schaute erst kurz auf den Bildschirm, dann mir in die Augen und meinte kopfschüttelnd:

„Jeden Tag arbeiten, JEDEN Tag! Du bist süchtig!“

Wenn er nur wüsste, wie gerne ich manchmal einen Entzug machen würde…

Jun 102013
 

Diskussion mit meinem Sohn nach überstandener Krankheit:

„Heute darfst Du schon wieder raus, Du bist ja wieder fit.“
„Nein, bin ich gar nicht! Schau!“ (Hebt den Pullover hoch)
„Ich hab nicht gesagt ‚fett‘, sondern ‚fit‘! Fiiit! Das heißt, das es Dir wieder gut geht.“
„Bin ich gar nicht dick?“
„Nein, bist Du nicht, warst Du noch nie.“
„Ach soo, dann heißt fit ich bin nicht dick!“
„Äh, nein, das heißt gesund und stark und voller Kraft…“
„Und dick?“
„Hach. Dir geht’s gut, gehen wir raus?“

Jan 082013
 

Gestern war unser Dreijähriger mal wieder topfit und ließ sich erst zum Schlafen überreden, als wir auch nach oben gingen. Während ich schon im Bett lag, erklärte mein Mann ihm auf dem Flur, dass er entweder in seinem Zimmer oder bei seiner Schwester schlafen könne. Er zeigte aber auf die Schlafzimmertür und meinte:

„Nein, ich will da!“
Mein Mann antwortete: „Nein, bei uns schläfst Du nicht!“
„Aber die Mama hat mich lieb!“
„Ich hab‘ Dich auch lieb.“
„Nein, Du nicht! Nur die Mama.“

Entnervt ging mein Mann erst einmal ins Bad, was der Kleine natürlich ausnutzte und zu mir ins Bett kroch. Mucksmäuschenstill lag er neben mir, als sein Papa das Licht ausmachte und sich ins Bett legte. Aber nachdem ihm klar war, dass unser Sohn bei mir war, fragte er:

„Eric?“
„Ja?“
„Bist Du da?“
Kurze Stille.
„Nein.“

Was soll ich sagen – er verbrachte die Nacht bei uns.

Sep 122012
 

Wenn Kleinkinder sprechen lernen, ist das irgendwie immer ein Highlight und jeder Zwerg hat so seine ganz eigenen Wortkreationen und Angewohnheiten. Mein Jüngster, jetzt zweidreiviertel Jahre alt, ist eine echte Schwafeltante und hat ständig einen neuen Brüller auf Lager. Bevor das alles wieder in Vergessenheit gerät, halte ich hier mal einen Teil fest, der mir gerade so einfällt.

Witzige Wortkreationen waren/sind z.B.
Popofeitz (=Polizei)
Tschoknlade (=Schokolade)
Pakika (=Paprika)
Tibitopf (=Triceratops)

Verdreher und Versprecher, die mir besonders gut gefallen:
Mama, wo bitsu? (=Mama, wo bist Du?) oder Mama, was matsu? (=Mama, was machst Du?)
schwine Windel (=frische Windel)

Interessanterweise kann er außerdem – im Gegensatz zu seinen Schwestern – schon seit längerem das „sch“ sprechen und versucht sich auch fleißig am „r“, das sich anhört wie eine Mischung aus w und amerikanisch gesprochenem r.
Besonders schön ist das bei Wörtern wie
dweckig (=dreckig)
dwauf (=drauf)
oder Sätzen wie
Gawasche wein fahn (=in die Garage rein fahren)

Aber nicht nur sprachlich ist er geschickt, sondern auch in technischer Hinsicht:
Letzte Woche hat er sich, nachdem ich ihn bisher zumindest während der Schul- und Kindergartenzeit erfolgreich vom Fernsehen abgehalten habe, einfach selbst eine DVD eingelegt.
Ab jetzt sind wohl kreativere Ablenkungsmanöver gefragt.
*Seufz*

Apr 072012
 

Gestern auf dem Heimweg von den Großeltern sehen wir ein paar Rehe auf einer Wiese. Daraufhin fand folgendes Gespräch statt:

Die Große: „Letztes Mal beim Heimfahren habe ich vier Hasen gesehen!“
Papa: „Stell Dir vor, ich sehe jeden Tag vier Haasen.“
Die Große: „Haha, ich meine die Hasen, die man mit EINEM ‚a‘ schreibt.“
Die Kleine: „Aber Mama, Arsch darf man doch nicht sagen!“

***

Kleiner Tipp: Wer auf Anhieb nicht versteht, was das soll, möge sich das Gespräch laut und nicht zu langsam vorlesen lassen.

 

Mrz 132012
 

… mit den 148 Mails bin ich leider noch nicht ganz durch…

Damit hier aber wenigstens mal wieder ein aktueller Post steht, möchte ich euch kurz an meinem Kindermund-Highlight der vergangenen Woche teilhaben lassen.
Am Samstag bekamen wir Besuch von einem älteren Herrn mit Schnauzbart, von dem mir unsere Mittlere folgendermaßen berichtete:

„Mama, weißt Du, wer da geklingelt hat? Ein Mann mit einer weißen Schnauze!“

Feb 142012
 

Essen für fünf Personen kochen ist immer wieder eine Herausforderung, weil jeder irgendetwas anderes nicht mag. Besonders gespalten sind unsere Lager, wenn es Grießbrei gibt, den die beiden Kleinen und mein Mann lieben, während die Große am liebsten Reißaus nähme. Gestern war wieder einmal Grießbrei-Zeit und die Mittlere fragte, ob es morgen auch wieder dasselbe gäbe. Mein Mann erklärte, jetzt wäre erst einmal wieder Pause, weil ihre Schwester sonst auszieht und ich ihn ja auch nicht so gerne mag. Ich lenkte ein und meinte, mittags wäre er voll O.K., aber abends bevorzuge ich eben eher Pikantes.

Als wir dann beim Abendessen saßen, beobachtete mich die Mittlere eine Zeit lang und meinte plötzlich:
„Du Mama, ich weiß fei, warum es jetzt keinen Grießbrei gibt.“
Ich sah ihr abwartend ins Gesicht, während sie mich angrinste.
„Weil – der schmeckt dir nicht, wenn es dunkel ist.“

So kann man es auch sehen.

 

Jan 062012
 

Unsere Vierjährige führte uns heute am Mittagstisch auf ihre Hand deutend vor, dass sie alle Bezeichnungen ihrer Finger kennt:

„Der kleine Finger, der Ringfinger, der Mittelfinger, der Fingerzeiger…“

Und irgendwie ist das doch genauso wahr, oder?

 

Dez 162011
 

Ich finde, es ist mal wieder an der Zeit, ein paar Worte über meine Kinder zu verlieren, weil sie wirklich fantastisch sind und diese Momente in der Hektik des Alltags schnell verloren gehen.

Heute war endlich der große Tag, auf den unsere Älteste schon lange voller Spannung gewartet hat: sie durfte die heiß ersehnte halbjährliche Karateprüfung ablegen. Sie ist wirklich mit Herz bei der Sache und war – zu Recht! – riesig stolz, dass sie als einzige Teilnehmerin den Anwärter überspringen durfte und direkt den nächsten (orangen) Gurt erhielt. Toll gemacht, wir sind echt stolz auf Dich! Jetzt kann der Autogramm-Gurt ausschließlich als Erinnerungs- und Dekostück geschont werden.

Unsere Mittlere erstaunt uns gerade mit ihrem Lerneifer, sie kann inzwischen schon bis zwanzig zählen, eine ganze Reihe Buchstaben schreiben und sehr geschickt mit Stift und Schere umgehen. Vor drei Monaten machten wir uns noch Sorgen, ob sie aus sich herausgehen kann, weil sie quasi vor jedem Fremden die Flucht ergriff – jetzt kümmert sie sich rührend um jüngere Kindergartenkinder, knuddelt ihre Freundinnen und gibt den Kindergärtnerinnen beim Verabschieden von sich aus die Hand.

Unser Jüngster hat schon frühmorgens alle Kindergärtnerinnen-Herzen auf seiner Seite, wenn er immer gut gelaunt „Hallo“ oder „Moagen“ kräht und sich einzeln mit „tsüs“ verabschiedet. Oder „Dadte“ sagt, wenn man ihm hilft. Nebenbei ist er noch Vollblut-Gentleman: er hilft sowohl seiner Schwester als auch mir beim Schuhe an- und ausziehen und es sieht außerdem wirklich putzig aus, wenn er als Zweijähriger seiner vierjährigen Schwester die Mütze aufsetzt oder ihr in die Jacke hilft. Er reicht mir beim Einheizen das Feuerholz und befüllt die Waschmaschine – nur das richtige Waschprogramm findet er selten, aber das bekommen wir auch noch hin.

Heute verabschiedete er sich wieder mit einem extrem charmanten „Tsühüs“ von einer Kindergärtnerin, die daraufhin lachen musste. Seine Schwester schüttelte nur wissend lächelnd den Kopf und meinte: „Der kleine Kerl…“
Das Wort Schwerenöter kennt sie noch nicht.

Hach – da kann man dann schon wieder über mit Edding bemalte Wände und gerupfte Pflanzen hinwegsehen…

Nov 102011
 

Zur Zeit kommt unser knapp Zweijähriger ständig angewedelt, hält mir irgendetwas vor die Nase und sagt: „Abudd!“ (was „kaputt“ bedeutet).
Jetzt könnte man meinen, er hätte gerade eine drastische Zerstörungsphase, aber das stimmt gar nicht – andersherum wird ein Schuh daraus.
„Abudd“ ist nämlich ein Synonym für Flasche öffnen, Tüte aufreißen, Deckel aufklappen, Jacke aufknöpfen, Schuhe aufbinden – Dinge kaputt machen eben…

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