Sep 122012
 

Wenn Kleinkinder sprechen lernen, ist das irgendwie immer ein Highlight und jeder Zwerg hat so seine ganz eigenen Wortkreationen und Angewohnheiten. Mein Jüngster, jetzt zweidreiviertel Jahre alt, ist eine echte Schwafeltante und hat ständig einen neuen Brüller auf Lager. Bevor das alles wieder in Vergessenheit gerät, halte ich hier mal einen Teil fest, der mir gerade so einfällt.

Witzige Wortkreationen waren/sind z.B.
Popofeitz (=Polizei)
Tschoknlade (=Schokolade)
Pakika (=Paprika)
Tibitopf (=Triceratops)

Verdreher und Versprecher, die mir besonders gut gefallen:
Mama, wo bitsu? (=Mama, wo bist Du?) oder Mama, was matsu? (=Mama, was machst Du?)
schwine Windel (=frische Windel)

Interessanterweise kann er außerdem – im Gegensatz zu seinen Schwestern – schon seit längerem das „sch“ sprechen und versucht sich auch fleißig am „r“, das sich anhört wie eine Mischung aus w und amerikanisch gesprochenem r.
Besonders schön ist das bei Wörtern wie
dweckig (=dreckig)
dwauf (=drauf)
oder Sätzen wie
Gawasche wein fahn (=in die Garage rein fahren)

Aber nicht nur sprachlich ist er geschickt, sondern auch in technischer Hinsicht:
Letzte Woche hat er sich, nachdem ich ihn bisher zumindest während der Schul- und Kindergartenzeit erfolgreich vom Fernsehen abgehalten habe, einfach selbst eine DVD eingelegt.
Ab jetzt sind wohl kreativere Ablenkungsmanöver gefragt.
*Seufz*

Okt 282011
 

Momentan verbringe ich ja meine Vormittage in trauter Zweisamkeit mit meinem knapp zweijährigen Sohnemann, der das bisweilen ziemlich öde findet. Kein Geschrei, kein Geschepper, kein Gewusel, nur er und ich und die Sirenengesänge meiner unerledigten Arbeiten.
Irgendwann erliege ich regelmäßig den Sirenen und muss dann eine ansprechende, unterhaltsame Beschäftigung für meinen Zwerg finden. Heute hatte ich den genialen Geistesblitz, dass er inzwischen durchaus reif ist für ein Blatt Papier und eine Packung Buntstifte und das Leuchten in seinen Augen, als er zum ersten Mal in seinem Leben Malsachen in seinen kleinen Händen hielt, war mehr als Bestätigung für mich.

Allerdings nur etwa eine halbe Stunde lang.

Dann nämlich entdeckte ich die ersten ungeplanten Auswüchse seines kreativen Talents:
auf dem Wohnzimmertisch, auf dem Esszimmerboden, in den Fugen der Küchenfliesen…

Ja – so ist es.
Ich habe ein Monster erschaffen. Ein Mal-Monster.
Gnmpf.

Sep 202011
 

Gestern drehte unsere Vierjährige ein paar Runden mit dem Roller. Irgendwann blieb sie stehen und zog den Schuh aus, ich sagte ihr, dass es dafür jetzt zu kalt ist und ließ sie ihn wieder anziehen. Daraufhin sah sie mich etwas komisch an und ich fragte:

„Was ist denn los?“

Sie antwortete:

„Ich hab‘ was im Schuh… Was laufen kann…“

Sep 012011
 

Heute holte die Oma unseren Nachwuchs ab, um uns etwas Freiraum für diverse nicht mit Kindern vereinbare Arbeiten zu schaffen. In ihrem Auto läuft meist das Radio, manchmal aber auch verschiedene Entspannungs-CDs, darunter auch eine mit indianischen Gesängen, die unsere vierjährige gerne hört.
Deshalb fragte sie, kaum, dass sie im Auto saß:

„Oma, kann ich wieder die manische Musik hören?“

Jun 082011
 

Liebe Eltern, gebt es zu: irgendwann in den ersten beiden Lebensjahren eures Nachwuchses kommt der Zeitpunkt, an dem ihr sagt „Ja, nimm ruhig die Zitrone, probier mal“ und euch köstlich über den unvermeidbaren Gesichtsausdruck amüsiert.

In etwa genau so amüsiert war unser Jüngster wohl heute über unsere Gesichtsausdrücke, als er sich die Zitrone nicht mehr abnehmen ließ, herzhaft reinbiss und sie erst im Austausch gegen das Abendessen wieder aus der Hand legte. Zu diesem Zeitpunkt sah sie dann übrigens so aus:

Er ist einfach ein harter Kerl.

Jun 012011
 

Ich denke, es ist eine unumstrittene Tatsache, dass das kindliche Essverhalten von Haus aus unberechenbar ist und man sich pauschal nie sicher sein kann, ob das vorgesetzte, in liebevoller Kleinarbeit zusammengestellte Menü den anspruchsvollen Gaumen auch genügen wird. Manchmal aber kippt man trotz aller Abgebrühtheit aus den Socken, wenn wieder eine neue Marotte alle alten in den Schatten stellt:
Unsere vierjährige liebt Käse. Sie isst ihn mit Brot oder ohne, warm oder kalt, paniert, über Spaghetti gestreut oder auf der Pizza.
Heute gab es Nudelauflauf und sie bettelte um das letzte Stück Gouda, das nach dem Reiben übrigbleibt – eben, weil sie ihn gerne isst. Als dann aber der Auflauf auf dem Tisch stand, erklärte sie mir, dass sie nur Nudeln ohne Käse möchte, weil selbiger ihr nicht schmeckt.
Hallo?
Das ist DER Käse, den sie gerade eben noch pur gegessen hat! Den sie sich sonst auf die Nudeln kippt (und das meine ich wörtlich)!
Aber hier haben selbst die besten Argumente keine Chance –  der Käse wird standhaft verschmäht.
Verstehen kann ich das nicht. Muss ich auch nicht.
Ich mag den Käse auf dem Auflauf – bleibt mehr für mich.

Mai 092011
 

Dass man unserer Vierjährigen nichts vormachen kann, wissen wir ja bereits – trotzdem verblüfft uns ihr Durchblick immer wieder aufs Neue.

Am Samstag kauften wir ihr im Supermarkt ein Schnorchelset, dass sie stolz ihrer Oma präsentierte. Als diese fragte, von wem sie es bekommen hätte, meinte sie:
„Des hab‘ ich von niemand gekriegt, des ham’ma gekauft!“

Apr 272011
 

Meine Mutter holte heute die Kinder für einen Ausflug ab. Als sie schon im Auto saßen, wollte ich mich noch mit einem Küsschen verabschieden, von der rechten Seite kam ich aber nicht an unseren Jüngsten ran. Also hüpfte ich um das Auto zur anderen Tür, woraufhin die Vierjährige zur Oma sagte: „Ich hab‘ gar nicht gewusst, dass die Mama laufen kann!“

Hmpf.

Mrz 242011
 

Heute war es nicht nur sonnig, sondern auch richtig warm, deshalb habe ich mich von den Kindern zum Trampolinspringen überreden lassen. Dabei trat wie immer ein furchtbares, verhasstes Phänomen auf: wenn statische Ladung abgeleitet wird, dann durch mich. Hmpf.
Dafür wurde ich aber mit einem hübschen Motiv vertröstet, das ich euch nicht vorenthalten möchte:

Elektrostatik

Aber unsere fast Vierjährige hat mich heute nicht nur mit ihren Haaren erheitert, sondern auch mit einem Foto verblüfft.
Klar, kleine Kinder knipsen gerne und viel und die unglaublichsten Dinge, aber so etwas habe ich bisher noch nie gesehen:

Tigerpuschen

Unglaublich, oder? Was noch kommt – man darf gespannt sein!

Mrz 132011
 

Neulich drehte unsere Dreijährige wieder ihre Runden in der Küche und trat in der vierten, schon leicht schwindelig, ihrem Papa auf den Zeh.
„Tschuldigung!“ rief sie laut und rannte weiter, um in der nächsten Runde zu fragen: „War das Absicht?“
„Das musst Du doch selbst wissen!“
„Wie bitte?“
„Du musst doch wissen, ob Du absichtlich auf Papas Fuß getreten bist!“
„Ach, ist mir doch völlig wu’scht!“
„Was??“
„Ist mir ega-hal!“

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