Jul 272011
 

Für Eltern sind gestreifte Insekten eigentlich immer ein latenter Angstfaktor, insbesondere in Verbindung mit Früchten, Eis oder süßen Getränken. In diesem Jahr habe ich aber irgendwie das Gefühl, die Tierchen haben Nostradamus gelesen, zumindest verbreiten sie in unserer Nachbarschaft ordentlich Weltuntergangsstimmung.

Unsere Nachbarin meinte, sie könne aus Invasionsgründen keine Tür mehr offenlassen und wurde schon mehrmals gestochen, unser Jüngster bekam vor Kurzem einen Stich auf die Nase und gestern landete beim Unkraut jäten eine auf meinen Rücken und verabschiedete sich beim Wegwedeln ebenfalls schmerzhaft. Sie setzen sich auf Arme und Gesicht oder kriechen wirr auf dem Boden herum. Die Folge ist, dass ich unserem Kleinen immer hart auf den Fersen bin, alle Schuhe vor dem Anziehen überprüfe und Getränke nur noch im Haus ausgebe.
Dummerweise verdirbt einem das gehörig den Spaß am Garten und am Spielplatz, wo die Brummer am liebsten schaukelnde Zwerge einkreisen.

Ist das nur bei uns so übel, oder gibt es dieses Jahr überall mehr (und aggressivere) Wespen als sonst üblich? Bei uns waren es zumindest die ersten Stiche seit Jahren, obwohl wir schon öfter Nester am Haus hatten. In den letzten Tagen haben wir sogar angefangen, beim Türöffnen zur Seite zu springen, um nicht frontal erwischt zu werden…

Mal sehen, wie es weitergeht – im schlimmsten Fall kaufen wir uns Imker-Overalls.

Jul 012011
 

Der Grund, warum ich diesen Artikel schreibe, ist ein Vorfall aus meinem Bekanntenkreis, der mich nachdenklich gemacht hat. Für mich ist das Geistige Heilen mit seiner Taktik des ständigen Hinterfragens körperlicher Symptome ein selbstverständlicher Bestandteil meines Alltags. Natürlich ist mir bewusst, dass dieser Weg nicht der einzig wahre ist und jeder Mensch auf eine andere Weise mit Krankheiten, Problemen, Ängsten usw. umgeht. Auch klar ist mir, dass es erst einmal sehr schwierig ist, sich überhaupt vorurteilsfrei mit der Materie zu befassen, weil jeder halbwegs „normal“ erzogene Mensch alles, was sich außerhalb der Naturwissenschaften abspielt, als Humbug empfindet. Neu für mich ist aber die Erkenntnis, dass die Methoden des Geistigen Heilens manchen Menschen tatsächlich Angst machen – und hier möchte ich mich mit ein paar grundlegenden Gedanken einbringen, die zeigen sollten, dass es dafür keinen Grund gibt.

Wer sich für eine Anwendung des Geistigen Heilens entscheidet, muss deswegen nicht auf anerkannte, wissenschaftliche Methoden der Heilung verzichten (sollte das verlangt werden, bitte sofort den Berater wechseln). Häufig beginnt der Einstieg eher so, dass eine Behandlung oder Therapie nicht so recht vorwärts kommen will und man eine Option sucht, den Prozess zu beschleunigen. Dazu wird nach der psychischen bzw. seelischen Ursache der körperlichen Probleme geforscht, um nicht nur die Symptome, sondern auch den Ursprung derselben zu behandeln.

Geistiges Heilen ist nicht manipulativ. Es hat nichts mit Hypnose oder Gehirnwäsche zu tun. Ohne die Bereitschaft des Klienten, die Gespräche oder Anwendungen und deren Ergebnisse anzunehmen, ist es schlicht und einfach wirkungslos. Veränderungen können nicht erzwungen werden, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Wer sich trotzdem in irgendeiner Form gedrängt, gelenkt oder einfach unwohl fühlt, sollte die Beratung abbrechen, weil er dann an den falschen geraten ist.

Auf der anderen Seite ist es aber auch dann nicht völlig überflüssig, wenn es keine sofortige Wirkung zeigt, alleine schon deshalb, weil man sich auf eine neue Sichtweise der Situation eingelassen hat. Es gibt Menschen, die von den Ergebnissen (oder deren Nicht-Vorhandensein) enttäuscht sind, aber doch irgendwann zu einer Erkenntnis gelangen, die durch diesen Anstoss entstanden ist.

Natürlich gibt es schwarze Schafe. Man kann den falschen Klempner erwischen, den falschen Anlageberater und eben auch den falschen „Heiler“. In allen Fällen ist es ratsam, sich bereits bei den ersten Bedenken zu verabschieden. Penetrante Nachfragen oder Beschwerden wird es nur von jenen geben, die kein reines Gewissen haben.
Wenn man – wie ich – das Glück hat, einem absolut verlässlichen und vertrauenswürdigen Vertreter dieser Gattung zu begegnen, kann man die vielfältigen Bedenken natürlich nur bedingt nachvollziehen – wohl aber respektieren. Und das sollte auch jeder halbwegs ordentliche Berater so halten.

Um also auf obige Frage zu antworten:
Ja. Weil die Grundlagen dafür in jedem Menschen von Geburt an vorhanden sind und dazu nichts weiter nötig ist, als der Wille zur Veränderung – aber deswegen auch Nein. Weil viele Menschen sich von Gegebenheiten, Mustern und körperlichen Leiden gestützt fühlen und die Aussicht, sich selbst oder ihre Gewohnheiten verändern zu müssen, mehr Unwohlsein verursacht als die bisherigen Beschwerden.

Mit dieser Erkenntnis meinerseits möchte ich die GH-Artikelreihe (vorerst) beenden, soll ja hier kein missionarischer Blog werden…
Wer sich für mehr Infos interessiert, darf mir aber jederzeit eine Mail schreiben: blog@designerhaase.de.

Mrz 142011
 

…widme ich dem Thema Ganzheitliches Heilen, das ich hier zum ersten Mal angeschnitten habe.
Schon letztes Mal habe ich zugegeben, dass ich selbst ein großer Skeptiker war, deshalb versuche ich auch, möglichst nüchtern auf die Thematik einzugehen. Jede Form der Behandlung, sei es schulmedizinisch oder alternativ, hat für mich ihren Nutzen und eine Daseinsberechtigung – meist wird bei den Sinn-oder-Unsinn-Diskussionen vergessen, dass die Trennung der verschiedenen Behandlungswege eine sehr neue Entwicklung ist, die sich zum Glück schon wieder auf dem Rückweg befindet (siehe Das Geheimnis der Heilung).

In meinem zweiten Post zum Thema möchte ich also ein paar Methoden vorstellen, mit denen man zum Ursprung einer Erkrankung vordringen kann bzw. mehr über deren Entstehung und damit auch die Möglichkeit einer Heilung erfährt.

Dazu muss man eigentlich „nur“ den internen menschlichen Speicher abzurufen, um es salopp auszudrücken. Der eigene Körper und das Unterbewusstsein dokumentieren nämlich lückenlos das gesamte eigene Leben mit allen Vorfällen und Erlebnissen. Der Grund, warum wir uns trotzdem an so vieles nicht mehr erinnern können, ist – abgesehen von unwichtigen Dingen, die in der Versenkung verschwinden – meist ein Schutzmechanismus, der einsetzt, wenn Seele und Geist verletzt werden könnten. Schocks, Traumata und Angstzustände werden aus dem Bewusstsein verdrängt (bei besonders schweren Fällen so vollständig, dass eine Gedächtnislücke entsteht) –  gelöscht werden können sie jedoch nicht. Deshalb rumoren sie unbewusst in uns weiter und drücken sich bei Überlastung auf körperlicher Ebene als Erkrankung aus. Nahezu jeder Allergie liegt ein Schockerlebnis zugrunde, dass in etwa zu der Zeit erfahren wurde, als der entsprechende Reizkörper die Überreaktion des in Panik befindlichen Körpers bewirkte.

Kann man sich nicht mehr aktiv an solche Ereignisse erinnern, kann man das eigene Unterbewusstsein befragen. Manchen gelingt dies in Form einer Meditation, andere „erinnern“ sich im Traum. Für Realisten ohne spirituelle Interessen eignet sich der Armlängentest (sofern er nicht mit bewussten Bewegungen verfälscht wird). Dabei beantwortet der Körper gestellte Ja-/Nein-Fragen anhand verschiedener bzw. gleicher Armlänge.

Wesentlich aufschlussreicher sind diese beiden Methoden des geistigen Heilens:
Bei der Rückführung wird eine Tiefenentspannung erzeugt, die den Zugang zum Unterbewusstsein erlaubt, sofern der Behandelte es zulässt. Auf diese Weise kann man den Zeitpunkt des verdrängten Ereignisses noch einmal bewusst erleben und den Konflikt auflösen, meist wird dadurch schon eine Heilung eingeleitet.
Die Inkorporation ist die sicherste Methode, erfordert aber eine gute Portion Toleranz und Offenheit. Hier fungiert eine Person als Medium, das die Energie des Betroffenen aufnimmt und dann Auskunft geben kann. Mir hat die Vorstellung geholfen, dass die Menschen ein kollektives Unterbewusstsein besitzen, das man auf diese Weise anzapfen kann. Dadurch bekommt man umfangreiche Informationen, die dann bei der Wahl einer geeigneten Behandlung helfen.

Natürlich ist das jetzt nur ein kleiner Auszug, eine vollständige Erläuterung ist schon aus Platzgründen gar nicht möglich. Wer jetzt gerne mehr über diese Methoden erfahren oder sie gar testen möchte, findet Infos und Kontaktdaten von Heilern beim Dachverband Geistiges Heilen e.V.
Selbstverständlich gebe ich Interessierten auch gerne detailliertere Auskünfte über meine Kontakte und Erfahrungen.
Meldet euch einfach.

Nov 022010
 

Da unsere Mädels ja am Wochenende nicht zuhause waren, mussten wir unseren Horror- (=Bade-) Tag auf den gestrigen Feiertag verschieben und weil wir uns am Sonntag so gut erholt hatten, fühlten wir uns sogar der Aufgabe gewachsen, gleich das volle Programm – inkl. Nägel und Haare schneiden – zu absolvieren.

Also fünf Mann ins Bad und los geht’s. Der erste Patient saß brav auf seinem Hocker, ließ sich anstandlos das Haupthaar kürzen und duschte danach freiwillig – aber mein Mann hat ja auch schon Erfahrung.

Unsere Älteste ist inzwischen auch schon pflegeleicht, daher gehen wir gleich zu unserem Problemfall über: die Dreijährige bedient jedes Klischee, das es in Sachen Kinder und Körperpflege so gibt.

1. Haare schneiden
Haare schneiden ist extrem schwierig, wenn sich der Kopf immer mitdreht, wenn man ein Stück weiter rutscht oder  sich zur Seite neigt, wenn man die Haare glatt zieht. Unproduktiv ist auch das Kopfschütteln, wenn Haare ins Gesicht fallen oder das Körperkomplettverdrehen, wenn sie auf dem Rücken landen.

2. Nägel schneiden
„Aua, aua, nicht, Mama, nein, aua, das tut weh!“
Mein Mann fragt: „Hat sie irgendetwas am Finger?“ Ich antworte: „Keine Ahnung, ich habe noch nicht angefangen.“

3. Baden
Das Gebrüll kann ich in schriftlicher Form nicht adäquat wiedergeben.

Der Kleine dagegen kennt weder Schmerz noch Angst, lässt sich anstandslos baden und abduschen und auch das Nägelschneiden bekommt man irgendwie hin. Als wir dann die kleinen Haarschwänzchen über den Ohren in Angriff nahmen und die Schere mindestens genauso interessant war wie der Kamm, nein, noch viel interessanter und man beides unbedingt haben muss, jetzt sofort, egal, wo es sich gerade befindet, haben wir dann beschlossen, ein Kind mit Ohren ist besser als ein Kind mit schicker Frisur. Und die paar Scharten wird er überleben.

Danach waren alle (kurzfristig) sauber, konnten ihre Umwelt wieder wahrnehmen und wir fürchten uns jetzt wieder ein paar Wochen nur vor dem Sparprogramm.

Okt 262010
 

Meine Familie besitzt ein recht geteiltes Verhältnis zu den achtbeinigen Tierchen: unser Jüngster würde gerne mal reinbeißen, die Dreijährige hat Angst, gebissen zu werden, die neunjährige findet sie interessant, mein Mann uninteressant und ich – ich repräsentiere alle anderen Einstellungen im Wechsel.
Die kleineren Versionen rette ich durchaus auch einmal mit bloßen Händen vor Putzaktionen, während bei größer dimensionierten ein gewisser Sicherheitsabstand notwendig ist, damit ich mich nicht bedrängt fühle.
Ich weiß natürlich, dass die Spinnen mich nicht absichtlich erschrecken, keine Gefahr darstellen und mindestens so viel Angst vor mir wie ich vor ihnen haben, aber heute bin ich wieder einem Exemplar begegnet, das meine Toleranz überstrapaziert hat. Und zwar in dem Moment, als es mit einem „Plock!“-Geräusch von der Wand fiel.
Damit ihr wisst, von was ich rede, habe ich ein Foto gemacht – hier also das Tier in Originalgröße (zumindest bei meiner Bildschirmauflösung).

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