Jan 012014
 

FeuerwerkIch hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und wünsche euch für 2014 Gesundheit, Zufriedenheit, Glück und Erfolg – vor allem aber 365 Tage voller Spaß und die Erfüllung eurer Herzenswünsche!

Nov 202013
 

Heute Morgen hat mich einer meiner Kunden angerufen, bei dem so gut wie gar nichts glatt gelaufen ist. Ständig bin ich in Verzug gekommen, mal waren die Kinder krank, mal hatte ich unaufschiebbare andere Termine und trotzdem war er immer freundlich und verständnisvoll. Heute also rief er mich an wegen ein paar Änderungen und meinte dann, dass ich ihm eine Rechnung schreiben soll. Ich antwortete ihm, dass ich eigentlich gar keine Rechnung schreiben dürfte, weil er ständig warten musste. Und dann sagte er Folgendes:

„Ach, ein Monat hin oder her ist doch völlig egal. Wie sagen die Afrikaner? Ihr Europäer habt die Uhr, wir haben die Zeit.“

Wow.
Ich verbleibe voller Bewunderung und Respekt und wünsche Ihnen allzeit Glück, Erfüllung und gute Geschäfte.

Nov 182013
 

Eine Zeit lang wollte unser Jüngster schon nach dem Aufstehen an die Spielekonsole und seit wir ihn damals für süchtig erklärt hatten, sagt das unsere Mittlere jedes Mal, wenn er spielt. Heute kam er zu mir ins Büro, schaute erst kurz auf den Bildschirm, dann mir in die Augen und meinte kopfschüttelnd:

„Jeden Tag arbeiten, JEDEN Tag! Du bist süchtig!“

Wenn er nur wüsste, wie gerne ich manchmal einen Entzug machen würde…

Jun 102013
 

Diskussion mit meinem Sohn nach überstandener Krankheit:

„Heute darfst Du schon wieder raus, Du bist ja wieder fit.“
„Nein, bin ich gar nicht! Schau!“ (Hebt den Pullover hoch)
„Ich hab nicht gesagt ‚fett‘, sondern ‚fit‘! Fiiit! Das heißt, das es Dir wieder gut geht.“
„Bin ich gar nicht dick?“
„Nein, bist Du nicht, warst Du noch nie.“
„Ach soo, dann heißt fit ich bin nicht dick!“
„Äh, nein, das heißt gesund und stark und voller Kraft…“
„Und dick?“
„Hach. Dir geht’s gut, gehen wir raus?“

Apr 282013
 

Wenn mein Sohn (3) morgens das verdunkelte Zimmer verlässt und draußen bereits Tageslicht durch die Fenster zu sehen ist, kommt er zu mir und meint:
„Mama, aufstehen! Es ist schon Guten Morgen!“

Ist es dagegen noch dunkel, heißt es:
„Ich muss noch schlafen, es ist noch gar nicht Guten Morgen.“

Ich bin mal gespannt auf den Winter.

Jan 202013
 

„Gruß zum Meister“ – mit diesen Worten begann vorgestern meine allererste Karate-Stunde.

Ja, ich habe mich doch tatsächlich endlich entschlossen, mir trotz tausend Gegenargumenten endlich einen Kindheitstraum zu erfüllen und einen Kampfsport zu erlernen. Mit 14 hätte es noch Kickboxen sein müssen, dafür ist mir jetzt aber meine Nase zu schade und die Teenager-Aggressivität hat sich auch ziemlich gelegt…
Also habe ich die Chance des vor-Ort-Trainings und des die-Kinder-gehen-auch-hin genutzt und Karate-Unterricht gewählt – und da meine Älteste jetzt auch schon am Erwachsenentraining teilnehmen darf, lässt sich das Ganze auch noch familientauglich umsetzen.

Ich habe jetzt auf jeden Fall großen Respekt vor meinen Mädels: japanische Begriffe einprägen, während man komplexe Bewegungsabläufe erlernt und dabei nicht aus der Puste kommen ist schon eine Leistung. Aber es macht unheimlich viel Spaß und ich konnte – die Liegestützen mal ausgenommen – auch recht gut mithalten. Und das Beste ist, dass beim Karate die Anfänger schön unbeobachtet vom Rest der Gruppe ganz hinten stehen, um sich von den Besseren etwas abgucken zu können – ist ja immer so eine Sache, wenn man als Erwachsener etwas Neues anfängt…

Wow. Ich bin so stolz, das endlich durchgezogen zu haben.
2013 wird ein gutes Jahr.

Jan 082013
 

Gestern war unser Dreijähriger mal wieder topfit und ließ sich erst zum Schlafen überreden, als wir auch nach oben gingen. Während ich schon im Bett lag, erklärte mein Mann ihm auf dem Flur, dass er entweder in seinem Zimmer oder bei seiner Schwester schlafen könne. Er zeigte aber auf die Schlafzimmertür und meinte:

„Nein, ich will da!“
Mein Mann antwortete: „Nein, bei uns schläfst Du nicht!“
„Aber die Mama hat mich lieb!“
„Ich hab‘ Dich auch lieb.“
„Nein, Du nicht! Nur die Mama.“

Entnervt ging mein Mann erst einmal ins Bad, was der Kleine natürlich ausnutzte und zu mir ins Bett kroch. Mucksmäuschenstill lag er neben mir, als sein Papa das Licht ausmachte und sich ins Bett legte. Aber nachdem ihm klar war, dass unser Sohn bei mir war, fragte er:

„Eric?“
„Ja?“
„Bist Du da?“
Kurze Stille.
„Nein.“

Was soll ich sagen – er verbrachte die Nacht bei uns.

Nov 102012
 

Und, was habt ihr so gemacht am 10.11.12 um 13:14 Uhr (und 15 Sekunden)?

Also ICH habe das erste Mal seit meiner Schulzeit (!) wieder ein Auftragsportrait fertiggestellt. JUHUUUUUUU!!
Unfassbar, dass es tatsächlich schon mindestens 16 Jahre her ist, dass ich ein Bild verkauft habe…

Aber heute möchte ich erst einmal erzählen, wie es dazu kam.

Seit der Geburt meiner zweiten Tochter beschränkten sich meine künstlerischen Tätigkeiten auf die für meine Arbeit benötigten Skribbles und schnelle Illustrationen. Für andere Werke hatte ich weder Zeit noch Muße noch den nötigen (vor Kinderhänden geschützten) Raum. Und so träumte ich Jahr für Jahr von einer fernen Zeit, in der ich ich die Möglichkeit, die Nerven und das nötige Kleingeld hätte, um mir irgendwo ein kleines Atelier zu ermöglichen, bis ich selbst schon nicht mehr daran glaubte, dass diese Zeit noch kommen würde.
Doch dann ergab es sich, dass meine Schwester genug Freizeit hatte, um mir dabei zu helfen, eine große Idee zu verwirklichen – und ich gebe offen zu, dass ich alleine weder die Motivation noch die Energie und die Kraft gehabt hätte, das durchzuziehen. Sie half mir nämlich, unseren seit dem Hausbau vollgestopften Speicher zu entrümpeln, aufzuräumen und einen Teil davon in ein Atelier zu verwandeln.

Wir haben unzählige Kartons zerkleinert, alte Geräte entsorgt, Kindersachen aufgeräumt. Steinwoll-Reste verpackt, Bauholz umgeschlichtet, Fliesen und Dachtaschen nach unten geschleppt. Baustützen und 40kg schwere Feinputz-Säcke die Einschubtreppe nach unten gewuchtet (ja, wir sind stark!). Wir haben versucht, die Steinwoll-Fasern mit dem Staubsauger zu bekämpfen, aber sie waren sehr, sehr lange ausdauernder. Den ganzen Krempel, der weiterhin im Speicher lagern muss, in einer Hälfte des Raums gestapelt. Ich habe zwei Anhänger voll Kram zum Bauhof gefahren. Dann konnten wir endlich die Unmengen von gelagerten Bastel- und Malutensilien nach oben schleppen. Drei Stockwerke. Ich habe mir ein paar Dekogegenstände und einen kleinen Teppich gegönnt und das alte Bett unserer Ältesten wieder aufgebaut. Und dann am 25. September war es endlich so weit:

Ich vermisse weder den Putz an der Wand, noch den Bodenbelag und die silberne Dampfsperre an den Decken sorgt für eine wundervolle indirekte Beleuchtung, wenn man einen Baustrahler nach oben richtet. Im Winter wird mit Fleecejacke gemalt und im Sommer kommt unser alter Ventilator endlich wieder zum Einsatz – oder ein Aktmodell ;).
Ich bin einfach nur begeistert, über das, was wir geleistet haben und über die Möglichkeiten, die ich jetzt wieder habe.

Am folgenden Tag wurde das Atelier dann mit einem ersten Werk eingeweiht, wie es schöner nicht hätte sein können: einem Geschenk zur standesamtlichen Trauung der besten Freundin meiner Schwester. Einen Pinsel habe ich zwar noch nicht geschwungen, aber dafür einen Keramikstift:

Und die Teller konnten völlig ungestört trocknen, während ich sie beruhigt alleine ließ, weil meine Kinder die Einschubtreppe nicht alleine aufbekommen.

Wow.
Ich kann endlich wieder malen.

Sep 122012
 

Wenn Kleinkinder sprechen lernen, ist das irgendwie immer ein Highlight und jeder Zwerg hat so seine ganz eigenen Wortkreationen und Angewohnheiten. Mein Jüngster, jetzt zweidreiviertel Jahre alt, ist eine echte Schwafeltante und hat ständig einen neuen Brüller auf Lager. Bevor das alles wieder in Vergessenheit gerät, halte ich hier mal einen Teil fest, der mir gerade so einfällt.

Witzige Wortkreationen waren/sind z.B.
Popofeitz (=Polizei)
Tschoknlade (=Schokolade)
Pakika (=Paprika)
Tibitopf (=Triceratops)

Verdreher und Versprecher, die mir besonders gut gefallen:
Mama, wo bitsu? (=Mama, wo bist Du?) oder Mama, was matsu? (=Mama, was machst Du?)
schwine Windel (=frische Windel)

Interessanterweise kann er außerdem – im Gegensatz zu seinen Schwestern – schon seit längerem das „sch“ sprechen und versucht sich auch fleißig am „r“, das sich anhört wie eine Mischung aus w und amerikanisch gesprochenem r.
Besonders schön ist das bei Wörtern wie
dweckig (=dreckig)
dwauf (=drauf)
oder Sätzen wie
Gawasche wein fahn (=in die Garage rein fahren)

Aber nicht nur sprachlich ist er geschickt, sondern auch in technischer Hinsicht:
Letzte Woche hat er sich, nachdem ich ihn bisher zumindest während der Schul- und Kindergartenzeit erfolgreich vom Fernsehen abgehalten habe, einfach selbst eine DVD eingelegt.
Ab jetzt sind wohl kreativere Ablenkungsmanöver gefragt.
*Seufz*

Jun 172012
 

Heute muss ich etwas ganz Banales, völlig unspektakuläres posten, weil es für mich tatsächlich sensationell ist:
Ich war gestern Abend mit meiner Großen auf der Riedenburger Sonnwendfeier.
Ein Abend ohne Verpflichtungen und Deadlines, ohne Hektik und Geschrei und dann anschließend noch leckerer Steckerlfisch und ein nächtlicher Spaziergang. Mann, das ist schon unglaublich lange nicht mehr vorgekommen. Und um noch eins draufzusetzen, haben wir heute Nachmittag noch einmal zu fünft eine Runde um den Stadtweiher gedreht, ein Eis gegessen, das neueste Gerät auf dem Spielplatz getestet und dann zuhause noch die Gartenliegen. Und das alles bei Sonnenschein und weiß-blauem Himmel.

Für andere nichts Besonderes, für mich schon fast dekadent – und ich frage mich wieder einmal, warum ich das nicht viel öfter mache, warum ich meinen Verpflichtungen immer wieder erlaube, über mein Leben zu bestimmen.
Aber irgendwann lerne ich es auch noch, wie man dem Vergnügen mehr Raum gibt. Bis dahin erfreue ich mich an den letzten Laternen der Sonnwendfeier, die noch auf dem Stadtweiher schwimmen und der Aussicht auf viele weitere Möglichkeiten, alte Gewohnheiten abzulegen.

Riedenburger Stadtweiher

 

 

 

 

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