Jan 312013
 

Bisher hatte ich keine Zeit nachzuforschen, ob denn nun irgendjemand Jana’s Projekt weiterführt, deswegen mache ich hier mal für mich alleine weiter – vielleicht stolpert ja der nächste Projektmanager darüber…

Dieses Mal wähle ich wieder meine Heimatstadt als Motiv, auch wenn immer dann, wenn ich mich für Riedenburg entscheide, irgendetwas saniert wird (2011 die Kirche, dieses Mal das Schloss). Aber nachdem vor mir ein voraussichtlich sehr ereignisreiches Jahr liegt und ich regelmäßig an diesem Aussichtspunkt vorbeifahre, ist das für mich einfach die beste Lösung. Außerdem ist auf dem Bild mein Haus zu sehen! Na ja, theoretisch zumindest. :wink:

So schön winterlich sah es also am 19. aus – davon ist jetzt überhaupt nichts mehr übrig, alles ist braungrün und matschig und nass. Da kann man nur einen Moment diesen „sauberen“ Ausblick genießen und abwarten, was der Februar noch so alles an Wetterlagen bringt…

zwölf2013 - Januar

Alle Bilder des Jahres im Überblick sind wieder auf der Projektseite zu finden.

Jan 272013
 

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  •  27. Januar 2013
  •  Posted by at 06:23
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  •   Gedanken
Jan 202013
 

„Gruß zum Meister“ – mit diesen Worten begann vorgestern meine allererste Karate-Stunde.

Ja, ich habe mich doch tatsächlich endlich entschlossen, mir trotz tausend Gegenargumenten endlich einen Kindheitstraum zu erfüllen und einen Kampfsport zu erlernen. Mit 14 hätte es noch Kickboxen sein müssen, dafür ist mir jetzt aber meine Nase zu schade und die Teenager-Aggressivität hat sich auch ziemlich gelegt…
Also habe ich die Chance des vor-Ort-Trainings und des die-Kinder-gehen-auch-hin genutzt und Karate-Unterricht gewählt – und da meine Älteste jetzt auch schon am Erwachsenentraining teilnehmen darf, lässt sich das Ganze auch noch familientauglich umsetzen.

Ich habe jetzt auf jeden Fall großen Respekt vor meinen Mädels: japanische Begriffe einprägen, während man komplexe Bewegungsabläufe erlernt und dabei nicht aus der Puste kommen ist schon eine Leistung. Aber es macht unheimlich viel Spaß und ich konnte – die Liegestützen mal ausgenommen – auch recht gut mithalten. Und das Beste ist, dass beim Karate die Anfänger schön unbeobachtet vom Rest der Gruppe ganz hinten stehen, um sich von den Besseren etwas abgucken zu können – ist ja immer so eine Sache, wenn man als Erwachsener etwas Neues anfängt…

Wow. Ich bin so stolz, das endlich durchgezogen zu haben.
2013 wird ein gutes Jahr.

Jan 162013
 

Wieder ein Portrait, dieses Mal ein Ausstellungsstück für ein Rahmengeschäft – hoffentlich bringt es den ein oder anderen Auftrag…
Diese Arbeiten machen so viel Spaß, auch wenn ich im Moment leider auf mein Atelier verzichten muss. Es ist einfach zu kalt da oben und mit steifen Fingern malt sich’s so schlecht. Was allerdings im Wohnbereich (im Gegensatz zum Atelier) sehr unbefriedigend ist, ist das künstliche Licht, das sich ständig in den Flächen mit sattem Farbauftrag spiegelt. Also muss ich entweder eine passende Lampe oder eine Heizung kaufen – rentiert sich aber gerade beides (noch?) nicht.
Hmpf, wieder mal so eine Zwangswarteposition…
Mal sehen, was sich ergibt.
Hier auf jeden Fall das neueste Werk:

Andalusier

Jan 112013
 

Heute habe ich Rosenruthies „Frustpost“ gelesen und den Titel gleich mal ganz frech geklaut, weil er so unglaublich gut zu meinem momentanen Zustand passt. Irgendwie läuft gar nix so, wie ich es gerne hätte und mir fehlt jede Energie für meine Arbeit, obwohl wirklich schöne Aufträge ihrer Ausführung harren. Letzten Sonntag hatten wir wieder einmal Sickergrubenflair im Keller (wie schon hier) und im Haus schreit mir jedes Zimmer „Entrümpel mich!“ entgegen, obwohl das letzte Aufräumen gefühlt vor ein paar Stunden stattgefunden hat. Ich habe mich erfolgreich durch Tonnen von Bügelwäsche gebügelt und in der Waschküche kann man schon wieder einen Dreckwäsche-8000er besteigen. Seit Tagen brennt durchgehend das Licht und die Weihnachtsdeko steht immer noch rum…

Oh mein Gott!!!
Ein Sonnenstrahl!
Ein Stück blauer Himmel!
Genau in diesem Moment!

Es gibt noch Hoffnung.

Jan 082013
 

Gestern war unser Dreijähriger mal wieder topfit und ließ sich erst zum Schlafen überreden, als wir auch nach oben gingen. Während ich schon im Bett lag, erklärte mein Mann ihm auf dem Flur, dass er entweder in seinem Zimmer oder bei seiner Schwester schlafen könne. Er zeigte aber auf die Schlafzimmertür und meinte:

„Nein, ich will da!“
Mein Mann antwortete: „Nein, bei uns schläfst Du nicht!“
„Aber die Mama hat mich lieb!“
„Ich hab‘ Dich auch lieb.“
„Nein, Du nicht! Nur die Mama.“

Entnervt ging mein Mann erst einmal ins Bad, was der Kleine natürlich ausnutzte und zu mir ins Bett kroch. Mucksmäuschenstill lag er neben mir, als sein Papa das Licht ausmachte und sich ins Bett legte. Aber nachdem ihm klar war, dass unser Sohn bei mir war, fragte er:

„Eric?“
„Ja?“
„Bist Du da?“
Kurze Stille.
„Nein.“

Was soll ich sagen – er verbrachte die Nacht bei uns.

Jan 032013
 

Ich bin ja eigentlich ganz pflegeleicht, ich möchte gar nicht viel – einfach nur geradeaus gehen, nur einen Fuß vor den anderen setzen. Ich brauche keine geteerte Straße, keinen Schotterweg, nicht einmal einen Trampelpfad, nur den Raum, um geradeaus gehen zu können. Also gehe ich, Schritt für Schritt, doch was passiert dann? Direkt vor mir taucht eine tiefe Schlucht auf, mitten in der Landschaft und erstreckt sich zu beiden Seiten, so weit das Auge reicht. Und jetzt muss ich stehenbleiben und eine Entscheidung treffen: gehe ich nach links oder nach rechts weiter? Eigentlich will ich doch nur geradeaus gehen…
Aber das ist nun mal nicht möglich. Ich muss eine der beiden Richtungen wählen und hoffen, dass sie mich zu einer Lösung führt. Gibt es links vielleicht eine Brücke? Oder liegt sie eher rechts? Oder ist in beiden Richtungen eine? Welcher Weg ist dann wohl der kürzere? Vielleicht gibt es auch nirgends eine und ich laufe endlos an der Schlucht entlang? Dabei weiß ich doch genau, wohin ich gehen will – nämlich geradeaus…
Da stehe ich und stehe ich und überlege und wäge ab, aber alle meine Bemühungen ändern nichts an der Tatsache, dass ich mich entscheiden muss. Für den einen oder den anderen falschen Weg, während ich den richtigen zwar kenne, aber nicht beschreiten kann. Und dann wende ich mich langsam nach links, den Blick immer zur anderen Seite der Schlucht gewandt, um die richtige Richtung im Auge zu behalten, und gehe weiter und weiter, immer langsamer und langsamer, bis ich stehenbleibe. Ich sehe mich um, überlege, ob ich die richtige Wahl getroffen habe. Aber was hilft es, immer auf denselben Metern hin und her zu laufen, also gebe ich mir einen Ruck und gehe beherzt vorwärts, Schritt für Schritt und freue mich, endlich auf meine Entscheidung zu vertrauen. Immer weiter und weiter gehe ich, gelegentlich über die Schlucht zur anderen Seite blickend und auf eine Brücke wartend, stundenlang, tagelang, wochenlang. Und während ich trotzdem immer noch weiter und weiter gehe, kommt aus der Ferne eine Person auf mich zu. Erst freue ich mich darüber, endlich jemandem zu begegnen, dann kommt eine leise Vorahnung auf, die eine dunkle Wolke in meine Gedanken schiebt. Und je näher wir uns kommen, umso klarer wird uns beiden, dass wir auf derselben Suche sind und unser bisheriger Weg umsonst gewesen sein könnte. Zweifel kommen auf, ob auf meinem gewählten Weg überhaupt eine Brücke existiert. Soll ich umkehren, die ganze Distanz noch einmal zurücklegen? Mein Glück doch lieber in der anderen Richtung versuchen? Und vielleicht nicht nur Wochen, sondern Monate oder Jahre weiterlaufen? Und möglicherweise wieder auf einen entgegenkommenden Suchenden treffen? Ich sehe mein Gegenüber an und finde dieselbe Resignation und Verzweiflung, die mich befällt, auch in seinen Augen.
Doch dann höre ich Schritte. Schnelle Schritte. Sie kommen aus der Weite, bewegen sich auf die Schlucht zu. Wir sehen beide nach links und beobachten den Läufer, der sich ungebremst dem Abgrund nähert. Und während wir rufen und mit dem Armen wedeln, setzt er weiterhin ungerührt einen Sprung an den anderen, bis zur Kante, und während unsere Herzen einen Schlag aussetzen, stößt er sich ab und fliegt über die Schlucht.
Mit offenen Mündern stehen wir da, während der Läufer seinen Weg auf der anderen Seite fortsetzt. Vorsichtig nähern wir uns der Kante und werfen einen Blick in das klaffende Loch. Und dann legt sich ein Lächeln auf mein Gesicht – denn auf einmal wird mir bewusst, dass ich nicht ein Leben lang an der Kante auf und ab hetzen und suchen muss, sondern dass ich genau hier meinen Weg fortsetzen kann. Und dann lasse ich mich nieder, genieße die Sonne in meinem Gesicht und erhole mich von meinem langen Weg.
Irgendwann werde ich den Mut haben, Anlauf zu nehmen.
Vielleicht morgen.

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