Nov 122011
 

Und schon sind wir in Woche 2 von Fellmonsterchens Projekt und dieses Mal lautet das Motto:

Psssst: jetzt kommt ein Geheimnis!
(Den Karneval- bzw. Faschingsbonus lasse ich mal aus, ist nicht so mein Ding…)

Spontan fiel mir beim Thema Geheimnis nicht ein Buch, sondern ein Autor ein: Ken Follett. Ich habe schon einige Bücher von ihm gelesen und eines hatten interessanterweise alle gemeinsam: die tragischen Auswirkungen eines zu lange gehüteten Geheimnisses. Am besten gefallen hat mir „Der dritte Zwilling“, weil mir aktuelle Themen mehr liegen als die historischen Schauplätze der anderen Romane.

Da aber sicher die meisten von Euch die Bücher bzw. deren Verfilmungen schon kennen, stelle ich ein (vermutlich?) nicht ganz so bekanntes Exemplar vor, das fast noch besser zum Motto passt:

Der Reinfall

von Carl Hiaasen

Diese mit einem Augenzwinkern erzählte Geschichte steckt so voller Ironie und trockenem Humor, dass man die bissige Kritik fast übersehen könnte und sich hin- und hergerissen fühlt zwischen schamloser Freude und Mitleid angesichts der Katastrophen, die über den Übeltäter hereinbrechen…

Die Hauptperson, Joey Perrone, ist glücklich verheiratet. Denkt sie. Denn auf der Kreuzfahrt anlässlich ihres zweiten Hochzeitstages wird sie eines besseren belehrt: ihr Mann Chaz wirft sie kurzerhand über Bord – nicht etwa wegen ihres Reichtums, vielmehr befürchtet er, sie könnte seinen krummen Touren auf die Schliche kommen. Heilfroh, die potentielle Zeugin beseitigt zu haben, kehrt Chaz in sein Leben zurück und wird dort so gar nicht mehr froh: (Pssst: jetzt kommt ein Geheimnis!) dummerweise hat Joey nämlich den Sturz überlebt und beschlossen, ihren Mann mit Hilfe ihres Retters Mick Stranahan als Tote heimzusuchen. Dadurch leidet nicht nur Chaz’s Nervenkostüm, sondern auch sein Auftraggeber verliert allmählich die Geduld mit dem nicht mehr ganz zurechnungsfähigen Komplizen…

Diese Buch war genau mein Fall und wer wie ich schwarzen Humor liebt und Gefallen an schrulligen Figuren findet, ist mit diesem Roman an der richtigen Adresse. Manchmal schrammt es zwar hart an der Grenze des guten Geschmacks, aber wen stört das schon… ;-)

Ähnliche Ergüsse:

  20 Responses to “52 Bücher – Nummer 2”

  1. Das Buch sagt mir bisher nix, aber könnte mal interessant werden, danke für den Tip.

    Ja komisch,das bisher niemand das Faschingsthema aufgegriffen hat :roll: das liegt wohl nur wenigen.

    • Carl Hiaasen ist übrigens auch der Autor von „Striptease“ (allerdings kenne ich weder das Buch noch die Verfilmung).

      Manchmal frage ich mich wirklich, wer denn jetzt tatsächlich bei all dem Faschingsquatsch anwesend ist, wenn es doch gar keiner mag… :mrgreen:

  2. Oh, ich habe diesen Roman hier in Hörbuchversion, gelesen von Jan-Josef Liefers. Ich sollte endlich mal Zeit für das Hörbuch finden! Irgendwie fehlen immer die Gelegenheiten (Bügeln?Die Sachen hängen sich doch aus! :) Wohnungsputz? Dazu brauchts Musik, nicht Hörbuch, sonst wird das nix! :) Autofahren – zu kurze Strecken).

    • Hihi, das kenne ich…
      Momentan mache ich eine Ausbildung in der Schweiz, 4 Stunden Fahrt einfach – da habe ich endlich ein (3 Jahre altes!) Hörbuch geschafft…
      Ich drück Dir die Daumen für eine baldige Gelegenheit, das ist es wirklich wert!

      • da hast du in der tat zeit für hörbücher ;)
        als meine eltern noch lebten, hatte ich regelmäßige autofahrten von 5 -6 stunden pro weg zu absolvieren. damals habe ich auch am liebsten hörbücher oder hörspiele während der autofahrt gehört, z.b. die umsetzung von „der schwarm“ von frank schätzing (fand ich übrigens gelungen).

  3. Das Buch klingt ja genial! Ich sehe gerade, dass unsere Bibliothek das hat, das wird vorgemerkt. :)

    Von Ken Follett habe ich im Sommer die zwei Kathedralen-Bücher gelesen, und ich fand sie toll. Seitdem betrachte ich Kathedralen mit anderen Augen. ;)

    • Das kann ich verstehen, ich habe mich bei „Die Säulen der Erde“ zum ersten Mal damit auseinandergesetzt, was zur damaligen Zeit alles an Blut, Schweiß und Tränen in so einem Bauvorhaben steckte…
      Ist schon unglaublich…

  4. Hier komme ich nicht mehr her – denn auch dies Buch klingt sehr verführerisch. Naja, im üntertragenen Sinne natürlich ;-) Ironie und Sarkasmus und eine Frau über Bord, da habe ich sicher Freude!

  5. ….und schon notiert. Das mag ich auch lesen. Und es erinnert mich an ein Buch, das ich auch mal wieder aus dem Regal kramen sollte: Da passiert etwas ähnliches. Allerdings soll die Frau da nicht über Bord, sondern eine Steilklippe herunter geworfen werden …. (Cliffhanger von Tim Binding)

  6. Ironie und trockener Humor, da kann ich gar nicht anders, als das Werk auf meine Liste zu setzen. Und zäh, wie wir Frauen sind, reicht es natürlich nicht, uns über Bord zu werfen! Ha!
    „Der dritte Zwilling“ von Ken Follett habe ich auch gelesen, fand ich ebenfalls sehr spannend. Mit „Die Säulen der Erde“ musste ich erst mal warm werden, das brauchte ein bisschen, aber hat mich dann auch gefesselt, von den Stellen über Architektur mal abgesehen, die habe ich eher halbherzig überflogen.

  7. Genau, wer uns über Bord wirft, wird es bitter bereuen… :lol:

    Mit „Die Säulen der Erde“ ging es mir genauso, war aber das einzige Buch, das sich gelegentlich zäh las. Besonders gut gefallen hat mir auch noch „Die Nadel“, das ist ein etwas untypischerer Ken Follett, finde ich.

  8. Das Buch hört sich ja interessant an. Muss ich mir merken! :-)

  9. […] ich auch bei Fellmonsterchens Projekt ziemlich lange pausiert habe, springe ich mal eben von Thema 2 (ich werde 3 bis 5 evtl. bei Gelegenheit nachholen) auf Thema 6, das da lautet:Magisches (bzw. […]

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