Jul 312011
 

Normalerweise gelingen mir selten gezielte Aufnahmen von Tieren, weil diese meistens weg sind, bis ich die Kamera geholt habe. Heute aber ließ sich ein hübscher Admiral geduldig von mir fotografieren und das auch noch in Großaufnahme:

Schmetterling Admiral

Schmetterling bei der NahrungsaufnahmeAls er dann doch wegflatterte und ich ihn gnadenlos verfolgte, konnte ich die Ursache seiner stoischen Ruhe herausfinden:
Er bediente sich an unserer selbstgebastelten Wespenfalle, in der sich seit einer Woche ein Zucker-Saft-Gemisch befindet, dass inzwischen wahrscheinlich mindestens 23% vol. besitzt.

Soll heißen: der Gute war wohl einfach besoffen.

Jul 292011
 

Gegen Frust hilft bekanntlich sich Lustigmachen (Tipp von Kay) und etwas Schönes betrachten. Und siehe da, man hat ein paar tolle Bilder im Blog, ein Lächeln im Gesicht und Bhuddas Hinterteil vor Augen. Ob das jetzt so gut ist, kann ich noch nicht sagen.
Und wer jetzt nur Bahnhof versteht, kann hier erleuchtet werden. :mrgreen:

Jul 282011
 

Frust-Anfang

Es ist so weit – ich habe die Schnauze gestrichen voll und keinen Bock mehr, es weiterhin für mich zu behalten.
Eigentlich sollte der Blog ja frei von Themen dieser Arte bleiben, aber das ist de facto nicht möglich, weil er im Moment mein einziges Kommunikationsmittel ist. Und das ist gleich auch noch einer meiner Frustgründe. Aber fangen wir von vorne an:

Ich bin jetzt seit 13 Jahren selbständig tätig, die letzten 6 davon als Inhaber meiner eigenen Firma. Die Arbeit macht mir nach wie vor Spaß, deswegen werde ich sie nicht aufgeben, auch wenn ich allen Neuerungen und Entwicklungen stets mit raushängender Zunge hinterherhechle – weil ich seit 10 Jahren auch Mutter bin. Und seit 4 Jahren Zweifach-Mutter. Und seit 1,5 Jahren Dreifach-Mutter. Wofür ich mich ja auch entschieden habe. Aber es gibt Tage (oder Wochen oder Monate), an denen ich am liebsten in ein Paralleluniversum auswandern würde, eines, wo Tage 48 Stunden haben und Kinder 36 davon schlafen. Wo die Zeit angehalten wird, wenn man sich durch 23 Foren beissen muss, um endlich eine Lösung für irgendein Sch***-Problem zu finden. In dem Wände schokoladen- und matschabweisend sind und jedes Lebewesen einen Mute-Knopf besitzt. In dem sich auf Zuruf Geräte einschalten, Häuser und Wäsche sich selbst reinigen, Junkfood gesund ist und Selbständige ein festes Monatsgehalt von Gott bekommen.

Ich weiss nicht, warum gerade heute das Fass überläuft – vielleicht weil der Kleine seine Matschsemmel auf drei verschiedenen Wänden verteilt hat, während ich nach der Lösung eines Webseiten-Darstellungsfehlers suchte. Oder weil die Mittlere nach einem Tobsuchtsanfall eine Plastikperle aus der Toilette fischte und zu den anderen warf, während ich ihren Bruder wickelte. Oder weil ich mit meiner schmutzigen Wäsche keinen Schritt weiterkam, dafür aber eine Packung Deko-Styroporkügelchen auf das ganze Wohnzimmer verteilt herumlag. Und da war es erst 11 Uhr.

Ich habe so gut wie keine Zeit für soziale Kontakte, lese kaum Bücher, male keine Bilder mehr, kann weder Joggen noch Reiten gehen. Jeder Ausflug ist ein Härtetest für meine Aufmerksamkeit, Besuch sollte möglichst ein Megaphon dabeihaben und Telefonate sind eigentlich erst nach 20 Uhr möglich. Natürlich könnte ich mir die Zeit für meine Bedürfnisse einfach nehmen. Aber dann wird aus den aufgeschobenen Pflichten innerhalb kürzester Zeit ein Tsunami – also kämpfe ich lieber täglich gegen ein bisschen Hochwasser, obwohl das auf Dauer einen ähnlichen Effekt hat.

Mein Blog ist im Moment der einzige Ort, an dem ich überhaupt zur Ruhe finde und meine Aufmerksamkeit auf mich selbst richten kann. Meine Probleme werden dadurch zwar nicht weniger, aber ich habe wenigstens das Gefühl, ein bisschen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Oder eher, nicht völlig weg vom Schuss zu sein.

Frust-Ende

So, das musste einfach mal geschrieben werden, meinen Zwergen kann ich es schlecht erzählen und mein Mann ist gerade auch nicht verfügbar – und heute war ein echt harter Tag.
Erfreulicherweise ist ein Ende der entbehrungsreichen Zeiten abzusehen, die Zwerge werden größer und weniger anstrengend und irgendwann gibt es auch wieder freie Vormittage.
Meine Devise lautet also ab jetzt: Durchhalten.
Und sollte sich irgendjemand genötigt fühlen, mir Trost zu spenden – ich nehme ihn gerne entgegen.

Jul 272011
 

Für Eltern sind gestreifte Insekten eigentlich immer ein latenter Angstfaktor, insbesondere in Verbindung mit Früchten, Eis oder süßen Getränken. In diesem Jahr habe ich aber irgendwie das Gefühl, die Tierchen haben Nostradamus gelesen, zumindest verbreiten sie in unserer Nachbarschaft ordentlich Weltuntergangsstimmung.

Unsere Nachbarin meinte, sie könne aus Invasionsgründen keine Tür mehr offenlassen und wurde schon mehrmals gestochen, unser Jüngster bekam vor Kurzem einen Stich auf die Nase und gestern landete beim Unkraut jäten eine auf meinen Rücken und verabschiedete sich beim Wegwedeln ebenfalls schmerzhaft. Sie setzen sich auf Arme und Gesicht oder kriechen wirr auf dem Boden herum. Die Folge ist, dass ich unserem Kleinen immer hart auf den Fersen bin, alle Schuhe vor dem Anziehen überprüfe und Getränke nur noch im Haus ausgebe.
Dummerweise verdirbt einem das gehörig den Spaß am Garten und am Spielplatz, wo die Brummer am liebsten schaukelnde Zwerge einkreisen.

Ist das nur bei uns so übel, oder gibt es dieses Jahr überall mehr (und aggressivere) Wespen als sonst üblich? Bei uns waren es zumindest die ersten Stiche seit Jahren, obwohl wir schon öfter Nester am Haus hatten. In den letzten Tagen haben wir sogar angefangen, beim Türöffnen zur Seite zu springen, um nicht frontal erwischt zu werden…

Mal sehen, wie es weitergeht – im schlimmsten Fall kaufen wir uns Imker-Overalls.

Jul 262011
 

Fotoprojekt zwölf2011

Der Juli neigt sich seinem Ende zu, damit wird es höchste Zeit für den siebten Beitrag zu zwölf2011. Bisher war das Wetter ja nicht sehr gnädig, doch heute zeigte sich die Sonne tatsächlich wieder einmal, also die drei Zwerge eingepackt und los zum Stadtweiher. Im Eiltempo musste ich das Foto knipsen, weil es da jetzt einen ganz tollen Spielplatz mit Ritterburg gibt und außerdem war es so heiß, dass wir unbedingt noch ein Eis essen mussten und Enten gab es da, ja, viele Enten und Schwäne und Schiffe…

Aber wenn die Auswahl kleiner ist, fällt auch die Entscheidung leichter und ich kann auf das Festlegen der schöneren Wolkenformation verzichten.
Also kurz und schmerzlos: Juli.

Alle Bilder im Überblick gibt es wie immer hier und weil ich ausnahmsweise einmal daran denke: das ist die Teilnehmerseite, auf der ich zu finden bin.

Jul 252011
 

(zu finden unter http://de.wikipedia.org/wiki/Stressor)

Psychischer Disstress beim Menschen [Bearbeiten]

Nach Holmes und Rahe (1967)[1] ist der Stress umso größer, je mehr Lebensbereiche den neuen Umständen angepasst werden müssen. Sie entwickelten eine Skala, die The Social Readjustment Rating Scale, um das Ausmaß des Stresses messen zu können. Negativen Lebensereignissen werden Stresswerte von 0 bis 100 zugewiesen.

Beispiele:

Ereignis Stresswert
Vergewaltigung 100
Tod eines nahen Verwandten 96
Heirat 76
berufliche Veränderung 65
Teilnahme an Sportwettkampf 20

 

Ich nehme an, der Verfasser ist nicht glücklich verheiratet, hm?

Jul 242011
 

Ausflüge sind für uns immer ein zweischneidiges Schwert, insbesondere, wenn es sich dabei um Veranstaltungen handelt, die Sitzfleisch erfordern. Letzteres besitzt unser Jüngster nämlich überhaupt nicht. Heute musste er (oder besser gesagt ich) aber in den sauren Apfel beißen und zwei Stunden auf der Tribüne einer Sporthalle verbringen, und das auch noch möglichst leise.

Unsere Große durfte nämlich an einem ganz besonderen Seminar teilnehmen: Hanshi Shimabukuro, Shorin-Ryu Seibukan, 10. Dan Okinawa unterrichtete heute für eine Stunde alle interessierten Karatekas aus der Umgebung. Und wem das alles überhaupt nichts sagt: dieser Herr ist Karate-Großmeister und Rotgurt-Träger (den es erst nach 9 farbigen und weiteren 9 schwarzen Gürteln gibt).

Leider verweilte die Kamera zusammen mit Windeln und Trinkflasche in der heimischen Garderobe (ja, das Klischee aus der Werbung hat durchaus Wahrheitsgehalt), aber zum Glück gab es eine Urkunde und ein echt japanisches Autogramm auf den Karate-Gurt. So habe ich doch noch ein schickes Bild und meine Tochter eine Trophäe, auf die sie sehr stolz ist. Und die außerdem noch sehr dekorativ aussieht, wie ich finde. Diese Schriftzeichen sind einfach toll. Wenn ich einmal Zeit habe, lerne ich Japanisch. Und versuche mich in japanischer Kalligraphie. Und beginne mit dem Karate-Training.

Gleich nach den 200 anderen Dingen, die ich auch alle machen werde.

Jul 232011
 

Da der Haase pauschal immer etwas für’s Auge und etwas zwischen die Kiefer braucht, kümmert er sich (mal mehr, mal weniger) gerne um den Garten. Hier ein bisschen Unkraut jäten, dort etwas gießen, vielleicht noch ein Blümchen umtopfen – und vor allem sich über die Ergebnisse der Wühlerei freuen, das ist doch wirklich toll!

Inzwischen weiß er auch, dass man Schnecken mit leckeren Tagetes von leckeren Lilien ablenken kann (wenn sie nicht gerade die gesamte Verwandtschaft einladen und dann doch auf Lilien ausweichen) und ein Mini-Erdbeben im Blumenbeet von Kröten verursacht wird, Gurken nicht den Boden berühren dürfen, wenn man sie in Originalgröße ernten will und Kürbisse in weit größerer Anzahl überleben, wenn sie nicht in Gartenzaunnähe wachsen.

Besonders schön ist der Gartenrundgang natürlich, wenn man mal ohne dreckige Fingernägel, dafür aber mit gefüllter Speicherkarte ins Haus zurückkehrt. Wie das heute ausgesehen hat, möchte ich euch gerne zeigen:

O.K., ich geb’s zu: die Tautropfenblüten sind nicht von heute, Lilien gibt es keine mehr…

Jul 222011
 

Schon seit geraumer Zeit schreit mein WordPress-Dashboard nach Updates, was ich dezent übersehe. Weil ich mich vor den Folgen eines dummen Fehlers drücke: ich habe gehörig im Quellcode meines Themes herumgepfuscht und das Update wird mir selbiges ziemlich zerschießen, fürchte ich. Und ich weiß gar nicht mehr, was ich alles gemacht habe…

Dafür ist meine ebenfalls fällige Laptop-Neuinstallation recht reibungslos gelungen und ich kann endlich wieder fluchfrei arbeiten, schon alleine deswegen, weil die vorinstallierten Lachnummern jetzt einer ordentlichen Installation auf sinnvoll angelegten Partitionen gewichen sind (yippieh!!). Nach drei Arbeitstagen habe ich auch weitgehend wieder alle Programme auf der Platte und endlich auch meine Grafiker-Ausrüstung rübergewuchtet (weil ich ja auf die Neuinstallation warten musste), was wiederum bedeutet, ICH BRAUCHE MEINEN PC NICHT MEHR!!! Die alte Absturz-Backe.

Also kann ich, um wieder zum ursprünglichen Thema zurück zu kommen, jetzt dann doch bald auch mein WordPress und das Theme aktualisieren. Weil ich jetzt wieder stunden- und tagelang ohne Bluescreen-Unterbrechung arbeiten kann und alles wieder viel flotter läuft.

Dumm ist nur – mir graut trotzdem.

Jul 142011
 

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wir lieben Erdbeerkuchen über alles! Unsere fünfköpfige Familie verputzt mal schnell ein komplettes Exemplar zum Nachmittags-Kaffee.
Einer der Gründe, warum wir alle so begeistert sind, ist meine Tortenboden-Entfremdung. Weil ich die trockenen, geschmacksneutralen Standard-Böden nicht so gerne mag, habe ich einfach (experimentierfreudig, wie ich bin) einen Eierlikörkuchenteig auf zwei Tortenbodenformen verteilt und hatte meinen – unseren – neuen nie-wieder-einen-anderen-Tortenboden.

Wenn ihr auch gerne mal einen weniger styroporähnlichen Erdbeer-Untergrund braucht, probiert’s mal damit:

5 Eier schaumig schlagen, portionsweise mit 250g Puderzucker (ich nehme nur 200g, sonst ist es supersüss) und einem Päckchen Vanillezucker verrühren. Dann 250ml Öl (ich nehme Rapsöl) und 250ml Eierlikör unterrühren. 250g Mehl (bei mir ist es Dinkelmehl) mit einem Päckchen Backpulver mischen und untermengen. Die (recht flüssige) Masse auf zwei gefettete, mit Semmelbröseln ausgestreute Tortenbodenformen verteilen und bei 165 – 175°C etwa 30 Minuten backen (die ganze Masse in einer Kranzform braucht eine Stunde). Nicht zu dunkel werden lassen und Hölzchenprobe machen!

Dann auskühlen lassen, schnell mit Erdbeeren belegen, Guss drüber, fertig. Und wenn der eine schon reicht, den anderen Boden einfach eintüten und ab in die Kühltruhe. Bei den nächsten Erdbeer-Gelüsten ist er ruckzuck aufgetaut und schmeckt noch genauso gut wie frisch gemacht. Einfach auspacken, auf eine Tortenplatte legen und ca. 1 Stunde offen stehen lassen.

Lasst es euch schmecken!

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