Dez 202010
 

Auf dem linken Ausleger unseres Sofas befindet sich ein Art Bermuda-Dreieck – oder vielleicht auch ein Dimensionsportal. Auf jeden Fall ein Naturphänomen, dass Dinge verschwinden und, wenn überhaupt, nur sehr spät oder in verändertem Zustand wieder auftauchen lässt. Es entzieht Hosentaschen den Inhalt und Lebewesen die Energie, was zu sofortigem Bewusstseinsverlust (=Schlaf) führt. In ihm verschwinden Spielfiguren, Münzen und Kekse genauso unauffindbar wie körperliche Aktivität und gute (Arbeits-)Vorsätze. Manchmal tritt die Sogwirkung so offensichtlich in Kraft, dass man dem Sofa das Verschwundene relativ schnell wieder durch äußere Gewalteinwirkung entreißen kann. Meistens jedoch werden die Dinge klammheimlich und leise verschluckt, wenn es ihre Konsistenz erlaubt, zu kleinen Krümeln zermahlen und erst sehr viel später wieder freigegeben.
Nämlich beim nächsten Großputz. Dann werden die traurigen Überreste gnadenlos dem Staubsauger – nein, dem schwarzen Loch zum Fraß vorgeworfen.

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  4 Responses to “Das Sofa des Grauens”

  1. Ich kenne noch was, das auf eurem Sofa bestimmt auch vorkommt: Subraumspalten.
    Tschüs aus Hamburg,
    Kay

  2. Aber natürlich – danke, dass du mir die Augen geöffnet hast! Und wo bekomme ich jetzt die Warpkernexplosion her, die sie schließen kann?

  3. Ein Klon genau dieses Sofas steht in unserer Stube. Es enthielt sogar schon einmal junge Katzen und in jüngerer Vergangenheit eine mongolische Rennmaus.

    Eigentlich seltsam… *grübel*

    Im Übrigen aber weigere ich mich zu glauben, daß die gewaltige Öffnung, die sich beim Hochklappen des vorderen Teils offenbart, ein Wurmloch ist. Jawoll.

    :-D

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