Dez 152010
 

Wir haben bei keinem unserer Kinder die Notwendigkeit gesehen, unsere Sprache auf rudimentäre Bruchstücke zu reduzieren oder vereinfachende Wortkreationen zu schaffen. Es gab kein „Brummbrumm“ und keinen „Wauwau“ und Fremdwörter werden eben immer und immer wieder erklärt.  Daher entstehen häufig unerwartete Wortwechsel und Gespräche, die vor allem fremde Personen beeindrucken.

Am Sonntag hat unsere Dreijährige wieder einmal einen Knüller geliefert, der die gesamte Familie erheiterte. Sie hatte sich gestoßen und jammerte etwas übertrieben, was ihre Oma mit „Oh je, oh je, lebst Du noch?“ kommentierte. Sie meinte darauf – etwas echauffiert: „Natüllich leb‘ ich noch!“

Und heute setzte unsere neunjährige noch eins drauf: sie kam von der Schule nach Hause und erklärte stolz, sie habe einen Fehler im Aufsatz, den sie aber nicht verbessern müsse.
Genau, Häääh?? Wieso?
Sie schrieb von einer „unsympathischen“ – halt, „unsimpatischen“ Katze. Ihre Lehrerin verbesserte das Wort FALSCH (unsymphatisch). Als sie es bei der Herausgabe bemerkte, erließ sie unserer Tochter die sonst üblichen schriftlichen drei Wortwiederholungen.

Ähnliche Ergüsse:

  3 Responses to “Wortschatz-Junkies”

  1. Das ist mir jetzt total shymbadisch… Grüße aus Hamburg, Kay

  2. Das macht ihr richtig… ich finde es furchtbar, wenn man mit Kindern in solch‘ merkwürdiger Weise redet, damit ist doch niemandem geholfen… („Machst du fein male-male?!“ Würg…)

    Und daß die Lehrerin so reagiert hat, finde ich auch okay, ja, richtiggehend sümmpatisch!

    :yes:

  3. Hey, ihr seid ja wirklich kreativ! Aber ich fand die Reaktion der Lehrerin auch gut.
    Und zu der „Babysprache“:
    Wir hatten einmal den Fall, dass ein Fremder (mit Hund) zu meiner Tochter sagte: „Ist das ein schöner Wauwau?“ und sie sah mich fragend an und meinte: „Das heißt doch Hund, oder?“ – woraufhin der Mann etwas irritiert war… 8-O

    Liebe Grüße euch beiden!

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