Nov 062010
 

Von wegen Website-Aktualisierung!
Haha!
Haaahaaaaaaaa. Ha.

14.20 Uhr
Der Kleine ist der Meinung, eine Stunde Schlaf reicht völlig. Ich hole ihn aus dem Bett und koche ihm seinen verspäteten Mittagsbrei. Wenigstens lässt er sich zügig füttern. Die Große fragt, wann wir endlich Kaffee trinken – ich habe ihr nämlich einen Donut gekauft.

14.50 Uhr
Jetzt endlich kann ich mich an den Computer setzen. Die Dreijährige möchte am anderen PC spielen, ich erlaube es nicht. Ich überarbeite die Angebote, die Kleine kritzelt auf meinen Faxen. Dabei entdecke ich eines, das ich am Wochenende noch erledigen muss. Mist. Ich  stelle neue Bilder ein, sie heult jetzt, weil sie nicht spielen darf. Ich lade die Daten hoch, sie ist bockig und sagt, dass sie jetzt in ihr Zimmer geht.
Das hätte ihr mal vor einer halben Stunde einfallen sollen.

15.30 Uhr
Fertig. Mein Mann taucht aus den Tiefen des Bastelkellers auf und erklärt mir, dass der extra neu gekaufte Dynamo am Rad unserer Tochter (das sie am Donnerstag für eine Polizei-überwachte Echtverkehr-Übung braucht, dazu muss es natürlich verkehrssicher sein) nicht geht. Ich muss ihn also bis Mittwoch umtauschen.

15.35 Uhr
Ich gehe jetzt einen Kaffee trinken. Vielleicht hilft’s.
Als ich in die Küche komme, erhalte ich sofort die olfaktorische Meldung, dass mein Sohn eine frische Windel braucht. Gerade, als ich mich auf den Weg mache, klingelt es. Ich habe den Tiefkühlkost-Lieferer völlig vergessen. Schnell suche ich im Prospekt, was ich brauche.

16.00 Uhr
Endlich kann ich mit meinem Mann Kaffee trinken. Er überlegt, ob er heute noch losfährt und den Dynamo umtauscht. Die Große verputzt nach dem Donut auch noch die letzten Kekse, die Kleine schreit, weil sie keine mehr erwischt.

16.30 Uhr
Mein Mann verlässt mich. Um das Rad in Ordnung zu bringen. Ich bin ihm sehr dankbar, dass ich das nicht mit drei Kindern im Schlepptau erledigen muss. Ich setze mich wieder an den Computer, um besagtes Fax abzuarbeiten, die Kleine darf endlich den Fernseher bemühen.

18.00 Uhr
Mein Mann ruft an, um mir zu sagen, dass jetzt alles funktioniert und er auf dem Heimweg ist. Ich kümmere mich um’s Abendessen. Der restliche Tagesablauf hat dann keine Überraschungen mehr zu bieten: Essen, Quatsch machen, Zähne putzen, drei Schlafanzüge anziehen.

20.30 Uhr
Alles erledigt. Ach ja, die Wäsche liegt noch und die Küche ruft vergebens – ich mag heute nicht mehr.

Diese Gegebenheiten und die darin auftauchenden Personen sind NICHT frei erfunden. Eventuelle Ähnlichkeiten mit anderen lebenden Personen bedauere ich zutiefst, kann ich aber auch nicht ändern.

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  2 Responses to “Der ganz normale Wahnsinn – Teil II”

  1. …hahaaaaa… schön. :)

    Oh… also ich bin froh, daß wir zumindest den Windel-Quatsch hinter uns haben. Naja.. und auch das Stillen… ;) Auch, wenn es natürlich eine schöne Zeit war.

    Schön geschrieben hast du das… ;)

  2. Oh, vielen Dank… :oops:
    Ja, es gibt wirklich viele schöne Momente…
    Aber ich freue mich auch über jeden Entwicklungsschritt, den die Kleinen erfolgreich meistern. :)

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