Okt 142010
 

Nachdem ich momentan gesundheitlich etwas angeschlagen bin, fällt es mir schwer, den Anweisungen meines Weckers zu folgen. Daher habe ich heute meine Tochter etwas später als sonst geweckt und sie erklärte mir gleich, dass sie noch Knöpfe und Muscheln für den Kunstunterricht braucht. Ich lasse kurz den gestrigen Nachmittag Revue passieren – nein, sie hatte keinen wichtigen Auslandseinsatz und auch keine arbeitsintensiven Großaufträge, hätte also durchaus Zeit gehabt, etwas zu organisieren. Gut. Ich wasche mich und ziehe schnell etwas an, sie steht immer noch im Zimmer, hat jetzt ein Band in der Hand. „Was machst Du da?“ – „Das brauche ich auch!“ Nach einem Blick auf die Uhr gehe ich nach unten, streiche Brote, fülle die Trinkflasche. Als es schon fast Zeit für sie wird, zu gehen, erscheint sie endlich – ohne Socken und oben genanntes Band in die Haare geflochten. Wäre ich eine Dampflok, hätte ich jetzt schon ganz schön Tempo. Ich befehle ihr, Socken anzuziehen und sie mault, das hätte sie sowieso gerade gemacht (warum kommt sie dann so nach unten?), während ich schnell Knöpfe suche. Da das nächste Meer ein paar hundert Kilometer weg ist, muss sie wohl auf die Muscheln verzichten. Dann endlich erscheint sie, zieht sich Jacke und Schuhe an und flitzt los. Ich sehe ihr noch nach, schließe dann die Tür und gehe in die Küche – da liegt ihr Frühstücksbrot. Irgendwie fühle ich mich sehr müde. Zum Glück ist die Woche bald zu Ende.

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