Okt 312010
 

Die beiden Mädels durften das Wochenende bei Oma und Opa verbringen und waren natürlich begeistert von ihrem Kurzurlaub. Auf dem Heimweg erzählte die Große von ihren Aktivitäten: „Wir haben das Laub zusammengerecht, einen Kürbis geschnitzt, Nüsse geknackt…“
Darauf meinte die Kleine: „Ich hab auch Nüsse gekackt!“
Ob die jemand essen mag?

Okt 292010
 

Bei diesem Geräusch ist die dreijährige wie der Blitz unterwegs und die Tür ist meist schneller offen, als man hinterher kommt. Heute war ich dummerweise gerade im Bad, als es klingelte. Sie öffnete also alleine die Tür und rief, da ich nicht gleich da war „Mama, da is jemand!“ (Ach was), während sie losrannte, um mich zu suchen.
Es war eine Lieferung, ich unterhielt mich kurz mit dem Mann, er ging zum Wagen und ich zog los, um mein Geld zu holen. Ich hörte in der Küche, dass er noch einmal zurückkam und sagte „Ich hätte da noch eine Frage…“ bevor er merkte, dass ich nicht da war. Und schon zischte meine Tochter wieder los und rief: „Mama, da is ein Fage!“

Okt 282010
 

Heute habe ich einmal ein paar Bilder aus meinem Archiv gebuddelt und die erste meiner Freizeitkategorien bestückt.

Leider kann ich vorerst nur mit älteren Aufnahmen dienen, aber irgendwann werde ich sicher wieder eine Hand frei haben für den Fotoapparat…

Mehr unter Fotografie und Bildbearbeitung

Okt 262010
 

Meine Familie besitzt ein recht geteiltes Verhältnis zu den achtbeinigen Tierchen: unser Jüngster würde gerne mal reinbeißen, die Dreijährige hat Angst, gebissen zu werden, die neunjährige findet sie interessant, mein Mann uninteressant und ich – ich repräsentiere alle anderen Einstellungen im Wechsel.
Die kleineren Versionen rette ich durchaus auch einmal mit bloßen Händen vor Putzaktionen, während bei größer dimensionierten ein gewisser Sicherheitsabstand notwendig ist, damit ich mich nicht bedrängt fühle.
Ich weiß natürlich, dass die Spinnen mich nicht absichtlich erschrecken, keine Gefahr darstellen und mindestens so viel Angst vor mir wie ich vor ihnen haben, aber heute bin ich wieder einem Exemplar begegnet, das meine Toleranz überstrapaziert hat. Und zwar in dem Moment, als es mit einem „Plock!“-Geräusch von der Wand fiel.
Damit ihr wisst, von was ich rede, habe ich ein Foto gemacht – hier also das Tier in Originalgröße (zumindest bei meiner Bildschirmauflösung).

Okt 252010
 

Heute hat die Zeit begonnen, in der sich viele Menschen beschweren, dass sie bei Dunkelheit das Haus verlassen müssen und auch erst bei Dunkelheit wieder zurückkehren. Den meisten schlägt es auf’s Gemüt, ich fühle mich jetzt besonders wohl.
Ich genieße diese Momente, wenn die Große schon aus dem Haus ist, die Kleinen noch schlafen, ich am Computer sitze und draußen der Tag noch nicht angefangen hat – nur meine Geräusche in der Stille, während die Natur noch schläft, durch das Fenster dringen keine Eindrücke herein, ich kann mich ganz auf mich selbst konzentrieren und die Zeit steht still. Diese halbe Stunde vor der Dämmerung gehört alleine mir.
Und dann graut der Morgen, es kommt Leben in die Welt, von oben dringt ein „Mama“ herunter und die Energie, die mich umgeben hat, fließt durch die Fenster zum Licht hin.

Okt 242010
 

Irgendwie ist das schon deprimierend – da steht einem das Tor zur Welt offen und man landet doch immer wieder in den Fängen des begrenzten Alltags. Angesichts der Tatsache, dass ich mit diesem Blog ja eigentlich endlich wieder meine Frontallappen bemühen wollte und sich hier aber in erster Linie das Kleinhirn zu Wort meldet, drängt sich mir langsam die Vermutung auf, dass es einfach kein Entrinnen gibt. Oder dass meine Frontallappen bereits abgestorben sind.

Was tut man also in so einer Situation? Ich versuche einfach einmal, Anregungen in anderen Blogs zu finden. Dummerweise weiß ich gar nicht, was ich suchen soll. In politischer und gesellschaftskritischer Hinsicht gehöre ich eher zu den (ganz) kleinen Leuchten, für Technik interessiere ich mich zu wenig und für Kunst und Literatur habe ich keine Zeit. Ich versuche es mal mit Psychologie und stoße lediglich auf Depressions-Selbsthilfegruppen und Personen, die auf 200 Seiten ihren momentanen Gemütszustand beschreiben. Also gut, wenigstens in der Sparte Werbung und Design sollte ich doch irgend etwas Interessantes finden – aber ich stelle erschreckenderweise fest, dass ich mich damit hier eigentlich gar nicht beschäftigen mag.
Mist.

Irgendwie lebe ich im Moment wohl doch in einem Paralleluniversum. Muss ich halt wieder was über den Familienalltag schreiben. Was ich so mit die Kinder machen tu.

Okt 222010
 

Heute habe ich etwas Internet-Recherche betrieben und bin auf einen fantastischen Online-Screensaver gestoßen: www.toyota-screensaver.ru.
Einfach mal anklicken und ein paar Minuten laufen lassen.

Okt 212010
 

Unsere Dreijährige isst ihr Brot meistens in kleine Stücke geschnitten, damit weder harte Rinde noch plötzlicher Wurstschwund ein Aufessen verhindern. Manchmal allerdings bevorzugt sie ihr Frühstück im Stück, dann gibt es ein ohrenbetäubendes Gezeter, wenn man im Eifer deas Gefechts doch das Schnippeln anfängt. Aber wir sind ja verständnisvolle Eltern, deshalb fragen wir (ich komme mir schon vor wie eine Metzgerei-Verkäuferin): „Geschnitten oder im Stück?“ –  „Ja!“ – „Was jetzt? Kleine Stücke?“ – „Ja.“ – (Jetzt kommt die dumme Eltern-Sicherheitsfrage) „Oder ganz?“ – „Ja.“ – „Beides geht nicht, entweder das eine oder das andere.“ – „Ääh… Die andere.“
Vielen Dank für das Gespräch.

Okt 202010
 

Heute unterhielt ich mich mit meiner Mutter über das Kochen für die Familie. Im Gespräch meinte sie: „Es ist wirklich schwierig, der eine mag keine Pilze, der andere mag kein Rindfleisch…“
Daraufhin flüsterte unsere Älteste mir zu: „Du, Mama, was ist eigentlich Mackarinnfleisch?“

Okt 192010
 

Jeder Mensch geht mit einer Krankheit anders um, der eine ignoriert sie, der andere zelebriert sie. Ich habe im Laufe der Zeit angefangen, die verschiedenen Typen entsprechenden Medikamenten zuzuordnen. Unsere Dreijährige ist im Moment krank und sie ist definitiv eine Schlaftabletten-Kranke. Nicht, weil sie so ruhig ist, sondern weil man ihr am liebsten eine solche verpassen würde, wenn sie sich innerhalb von fünf Minuten mindestens dreimal lautstark beschwert, dass sie immer noch krank ist. Unsere Älteste dagegen ist eine Antidepressiva-Kranke, sie zerfließt förmlich vor Selbstmitleid und bezweifelt jede Möglichkeit der Genesung von vornherein. Mein Mann gehört (wie viele andere Männer, habe ich mir sagen lassen) eher in die Kategorie Defi-Kranker – man hat ständig das Gefühl, man muss ihn gleich wiederbeleben. Ich dagegen bin (dummerweise) eine K.O.-Tropfen-Kranke: freiwillig bin ich nicht ins Bett zu bewegen. Aber irgendjemand muss sich ja schließlich auch um die wirklich Kranken kümmern, oder?

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